Zukunftsmeile Fürstenallee: Ministerin macht Mut
Christa Thoben beim Paderborner Wirtschaftssymposium im Rathaus
Das Projekt „Zukunftsmeile Fürstenallee“ hat weiterhin eine Chance, vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert zu werden. Das hat Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, beim Paderborner Wirtschaftssymposium 2008 im Historischen Rathaus deutlich gemacht. Hierzu hatte Bürgermeister Heinz Paus Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Politik eingeladen. „Der enge Dialog zwischen den Verantwortlichen der örtlichen Politik und der heimischen Wirtschaft“, so Heinz Paus, „ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Entwicklung unseres Standortes. Denn erst der persönliche Austausch und das Wissen um verschiedene Blickwinkel können dem wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Handeln vor Ort die richtige Richtung geben.“ Das Projekt „Zukunftsmeile Fürstenallee“, ein Kooperationsmodell von Wissenschaft und regionaler Wirtschaft, soll ein Forschungscampus mit Innovationszentren in verschiedenen Bereichen werden. Der Antrag auf finanzielle Förderung durch das Land im Rahmen des EFRE-Wettbewerbs (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) war im ersten Anlauf nicht zum Zuge gekommen. Karl-Heinz Stiller, Aufsichtsratsvorsitzender der Wincor Nixdorf AG, erinnerte daran, dass 17 Unternehmen das Projekt unterstützen, dass das Votum der Region eindeutig sei. Trotzdem sei dieses Projekt bis jetzt in Düsseldorf nicht erfolgreich gewesen. Karl-Heinz Stiller: „Dafür fehlt mir jedes Verständnis.“ Auch Bürgermeister Heinz Paus machte noch einmal deutlich: „Wir wollen das Projekt!“ Für Dr. Herbert Hanselmann, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, ist die Netzwerkbildung eine der großen Stärken dieses Projektes. Deshalb sei ein Vergleich mit Einzelprojekten nicht möglich. Die Bedeutung, die das Projekt auch für das Land Nordrhein-Westfalen hat, zeigte Prof. Dr. Nikolaus Risch, Präsident der Universität Paderborn, auf. „Die ‚Zukunftsmeile Fürstenallee’“, so der Uni-Präsident, „ist hervorragend geeignet dazu beizutragen, dass NRW wieder die Nummer 1 wird.“ Wirtschaftsministerin Christa Thoben sicherte ihre Unterstützung für das Projekt zu und wird jetzt mit den Verantwortlichen sich über das weitere Vorgehen abstimmen. Karl-Heinz Stiller: „Wir müssen einen gemeinsamen Weg suchen, um Industrie, Wirtschaft und Hochschule nach vorne zu bringen. Dabei dürfen wir nicht ein ganzes Jahr bis zu einer neuen möglichen Bewerbung verlieren.“ In ihrem Einführungsreferat hatte die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie Ostwestfalen-Lippe als Region mit besonders bedeutenden familiengeführten Unternehmen dargestellt. Christa Thoben: „Sie sind wichtig für unsere Wirtschaft, denn sie geben ihr ein Gesicht.“ Dazu komme, dass diese Unternehmen zu den umsatzstärksten in Nordrhein-Westfalen zählten. Weitere Themen beim Paderborner Wirtschaftssymposium 2008 waren Frauenförderung, das Forcieren von Mint-Projekten vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe, durch das der Stellenwert von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verbessert werden soll, neue Wege an Hauptschulen, die Freude am Lernen vermitteln sollen, frühkindliche Förderung und gewünschte Änderungen im Steuersystem. Bürgermeister Heinz Paus sicherte zu, dass von ihm ins Leben gerufene Paderborner Wirtschaftssymposium fortzusetzen. „Wenn von 60 eingeladenen Persönlichkeiten mehr als 50 ins Rathaus kommen“, so Paderborns Bürgermeister, „dann beweist das, dass dieses Konzept richtig ist und der persönliche Austausch zwischen Verantwortlichen der Wirtschaft und der Politik notwendig ist.“