Es summt wieder
Bienen im Naturkundemuseum zu beobachten.
Es summt wieder im Naturkundemuseum im Neuhäuser Marstall. Der Beobachtungsbienenstand im Obergeschoss des Museums ist wieder mit Honigbienen besetzt. Lange haben die Besucher dieses Jahr darauf warten müssen und immer wieder wurden die Aufsichten gefragt, wann endlich die Bienen ins Museum zurückkommen. Wegen einer Bienenkrankheit (Faulbrut) in der Region und dem deshalb behördlich verordneten Sperrbezirk konnte der Beobachtungsbienenstand längere Zeit nicht besetzt werden. Nach der Aufhebung des Sperrbezirks hat Karl Bosawe vom Imkerverein Schloß Neuhaus dem Naturkundemuseum sofort wieder ein kleines Bienenvolk im Beobachtungskasten zur Verfügung gestellt. "Dafür möchte ich ihm im Namen des Museums und der Besucher herzlich danken", so Dr. Klaus Wollmann vom Naturkundemuseum. Bosawe waren seine eigenen Völker am Lehrbienenstand in Sande vor kurzem durch Brandstiftung stark dezimiert worden. Für die Museumsbesucher besteht jetzt wieder die faszinierende Möglichkeit, die Bienen durch eine Plexiglasscheibe hindurch bei ihren verschiedenen Tätigkeiten zu betrachten. Das Putzen, das Eintragen von Pollen, die Nahrungsweitergabe, die "Tänze" der Sammlerinnen auf der Wabe (mit denen sie die Nestgenossinnen über die Lage geeigneter Futterquellen in der Umgebung informieren) und vieles mehr können die Museums-Besucherinnen und Besucher beobachten. Und wer will, kann auch mit der Handlupe den Tierchen ganz tief in die Augen schauen. Die Königin ist vom Imker Karl Bosawe mit einem gelben Aufklebeplättchen markiert worden und daher meist gut zu finden. Der Eintritt ins Museum ist frei, auch zum Beobachtungsbienenstand und zur derzeitigen Sonderausstellung "Blickpunkt Natur".