Abend über Luise Hensel

Paderborner Literatur-Forum

© Stadt Paderborn

Auch in diesem Jahr wird sich das Paderborner Literatur-Forum im Februar den klassischen Werken widmen. So steht am Dienstag, 19. Februar, ab 20 Uhr ein Luise-Hensel-Abend im Museum für Stadtgeschichte ein Luise-Hensel-Abend auf dem Programm. Studiendirektor a.D. Klaus Hohmann wird ihr aktives und meditatives Leben im Spiegel ihrer Werke vorstellen. Er hat sich der Biographie Luise Hensels mehrfach in Publikationen und Vorträgen gewidmet. Karten sind bereits im Vorverkauf in den Linnemann-Buchhandlungen zu erwerben. Luise Hensel gehört zu den bedeutenden Frauen im Deutschland des 19.Jahrhunderts. Sie wurde 1798 als evangelische Pfarrerstochter geboren. Nach dem Tode des Vaters zog die Familie nach Berlin, wo der Bruder Wilhelm als angehender Künstler seiner hochbegabten Schwester den Zugang zu den Kreisen der Gebildeten eröffnete. Luise Hensel wandte sich innerlich aber schon früh vom gesellschaftlichen Leben ab und setzte sich mit religiösen Fragen auseinander, die sie schließlich zur katholischen Kirche konvertieren ließen. Noch vor der Konversion begann ihre schwierige Freundschaft mit dem Dichter Clemens Brentano, dem sie die Ehe verweigerte, da sie sich zu einem ehelosen religiösen Leben entschloss. Mit dem Wechsel von Berlin nach Münster 1819 setzten vielfältige Beziehungen zu den führenden deutschen Katholiken und zu vielen anderen Persönlichkeiten ein. Es begann ein Leben an vielen Orten, in dem Luise Hensel sich als Lehrerin und Erzieherin sowie in privater Einzelpflege bewährte, darüber hinaus in der Kranken- und Armenpflege zu den Pionieren der Caritas-Arbeit in Deutschland wurde. Die letzten Lebensjahre verbrachte sie bei den Schwestern der Christlichen Liebe im Paderborner „Westphalenhof". Neben der Generaloberin Pauline von Mallinckrodt waren ihr weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Paderborn eng verbunden. 1876 wurde Luise Hensel auf dem Paderborner Ostfriedhof begraben.