Paus gratuliert zum Robert-Koch-Preis

Paderborner Wissenschaftler Prof. Dr. Hans Robert Schöler geehrt

Von 1961 bis 1963 ging er zur Grundschule Luther am Abdinghof. Seine Schwester und seine Mutter wohnen heute noch hier. Zum Neujahrsempfang der Stadt Paderborn kehrte er am 6. Januar auf Einladung von Bürgermeister Heinz Paus nach Paderborn zurück. Jetzt wurde Prof. Dr. Hans Robert Schöler, der Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster ist, als einer von drei Pionieren der Stammzellenforschung mit dem Robert-Koch-Preis geehrt. Er habe, so die Stiftung - in der Stammzellbiologie Herausragendes geleistet. Seine Arbeit sei von großer Bedeutung für die Stammzellentherapie. Bürgermeister Heinz Paus, der sich freute, einen solch renommierten und international anerkannten Gast beim Neujahrsempfang begrüßen zu können, gratulierte dem Wissenschaftler und wünschte ihm für die weiteren Forschungen viel Erfolg. Sein Vortrag "Von Mäusen und Menschen" sei ihm noch in bester Erinnerung, so Paus, sei darin doch das klare Bekenntnis zu mehr Zuversicht und Offenheit für neue Perspektiven zum Ausdruck gekommen. Schöler lebte fünf Jahre in den USA und hat sich dort als Entwicklungsbiologe einen hervorragenden Ruf erworben. Er lehrte seit 1999 an der Universität Pennsylvania. Dort war er Direktor eines Zentrums für Keimzellen- und Stammzellenforschung. Dies gehört zu den Top-Adressen in den USA. Auf dem Gebiet der Stammzellenforschung ist ihm ein entscheidender Durchbruch gelungen. Hans Robert Schöler konnte in Laborversuchen an Mäusen nachweisen, dass sich aus isolierten Stammzellen Eizellen und embryoähnliche Gebilde züchten lassen. Das wird in der Fachwelt als nobelpreisfähige Sensation bewertet. Bisher war man davon ausgegangen, dass embryonale Stammzellen zwar Nerven- oder Leberzellen bilden können, aber nicht die Keimzellen des Lebens und schon gar nicht ganze Embryonen. Seine Entdeckung hat für die Medizin vor allem praktischen Wert. Falls sich die Entdeckung auf den Menschen übertragen lässt, könnten aus künstlich gewonnenen Eizellen im Labor zum Beispiel maßgeschneiderte Organe oder Hirnzellen gezüchtet werden.