Mit Paderborn verbunden

Drei innovative Köpfe in Publikation des Landes

"25 Menschen aus dem Innovationsland Nordrhein-Westfalen" präsentiert das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen in einer Publikation. Drei dieser erfolgreichen und innovativen Köpfe sind zwar in völlig unterschiedlichen Branchen tätig und doch haben sie eines gemeinsam: Ihre Verbundenheit mit Paderborn und der Region. Der Unternehmer Klaus Dieter Frers ist vielseitig interessiert: Er beschäftigt sich neben der Elektronik zurzeit vor allem mit Sportwagen und dem Paderborner Fußballstadion - der paragon arena. Klaus Dieter Frers studierte Maschinenbau in Stuttgart und arbeitete sowohl bei AEG-Telefunken als auch bei der Nixdorf Computer AG in Führungspositionen. 1988 gründete er die paragon electronic GmbH in Delbrück. Seit 1996 ist diese in der Automobilelektronik tätig. Im März 2007 fand ein großes Ereignis statt: Der Sportwagen Artega GT, die gemeinsame Arbeit der paragon AG und Artega Automobil GmbH, wurde erstmals präsentiert. Ab 2009 sollen weitere Sportwagen produziert werden. Mit dem Bau der dafür vorgesehenen Produktionshalle in Delbrück wurde 2007 bereits begonnen. Für Frers ist Ostwestfalen der ideale Standpunkt, durch die zentrale Lage und die gute Infrastruktur der Region. Frers fühlt sich insbesondere mit Delbrück verbunden: "Heute kann ich mir einen anderen Lebensmittelpunkt als Delbrück - für Beruf und Familie - nicht mehr vorstellen." Dr. Wilfried Schulze ist Professor für Neuere Geschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Im Sommer 2007 ist er zum ersten Hochschulratsvorsitzenden an einer nordrhein-westfälischen Universität gewählt worden - in Paderborn. Dort leitet er ein ehrenamtliches Gremium. Seit Januar 2007 gilt das Hochschulfreiheitsgesetz, das Schulze als eine positive Entwicklung betrachtet. Das Land beschränkt sich nun mehr und mehr auf die reine Rechtsaufsicht über die Universitäten, wodurch diese mehr Eigenverantwortung bekommen. Das gilt vor allem für Finanz-, Personal- und Organisationsentscheidungen. Den Universitäten wird so die Möglichkeit gegeben, sich selbständig und unabhängig zu entwickeln. Der Hochschulrat hat dabei die Aufgabe, die Entscheidungen des Präsidiums der Universität zu begleiten. "Der Hochschulrat sollte hier beratend und kontrollierend zur Seite stehen", so Winfried Schulze in der Publikation. Die Hochschulen stehen jetzt in Wettbewerb miteinander, so dass eine Differenzierung erfolgt, die sie motiviert Leistung zu zeigen. Wilfried Schulze freut sich darauf, der Hochschule "strategische Impulse" geben zu können. Dr. Hans Schöler ist einer der führenden Stammzellenforscher Deutschlands. Von 1961 bis 1963 ging er zur Grundschule Luther am Abdinghof. Seine Mutter und seine Schwester leben heute noch in Paderborn. Hans Schöler ist 1999 in die USA gegangen und hat an der University of Pennsylvania gelehrt und geforscht. Heute ist er Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster. Für Hans Schöler ist Freiheit ein ganz entscheidendes Gut. Für ihn bedeutet Freiheit "Träume verwirklichen zu können, ohne andere Menschen in ihrer Freiheit einzuschränken". Freiheit verpflichtet aber auch der Gesellschaft gegenüber. Deshalb engagiert sich Schöler für das Projekt ACHSE, die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen. Auch die Forschungsfreiheit spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Diese vermisst er in Deutschland sehr, vor allem in der Stammzellenforschung.