Sehr engagierte Integrationspolitik

Stadt Paderborn erhält weitere 44.000 Euro für neues Projekt

Wie gründet ein Ausländer eine Firma in Paderborn? Welche Unterstützung gibt es dabei? Welchen wirtschaftlichen Faktor stellen die Firmen von Zuwanderern für die Wirtschaftsregion Paderborn dar? Was passiert mit ausländischen Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen? Fragen, der sich das jüngste Paderborner Integrationsvorhaben annimmt. Im Rahmen des Integrationsprozesses "KOMM IN" begibt sich die Stadt Paderborn auf ein neues Handlungsfeld. "Wirtschaft als Integrationsfaktor" lautet der Titel dieses Vorhabens. Das Konzept dieses Projektes überzeugte so sehr, dass das Kompetenzzentrum für Integration der Bezirksregierung Arnsberg in Unna dafür eine Förderung bewilligte. Die entsprechenden Unterlagen über eine Summe von 44.000 Euro übergab jetzt Dr. Stefan Buchholt vom Kompetenzzentrum an Bürgermeister Heinz Paus, den zuständigen Beigeordneten Wolfgang Walter und Marcus Heidebrecht vom Integrationsbüro der Stadt Paderborn. "Wir machen eine sehr engagierte Integrationspolitik", betonte Bürgermeister Heinz Paus. Paderborn habe eine Ausländerquote von 8,7 Prozent und verfüge über hohe Einbürgerungszahlen. Zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen herrsche ein gutes Klima. Wenn beispielsweise in Kürze die erfolgreiche Regentschaft eines türkisch-moslemischen Schützenkönigs beim Paderborner Bürgerschützenverein zu Ende gehe, dann zeige dies, wie Integration in Paderborn gelebt werde. In Abstimmung mit dem Kreis Paderborn habe die Stadt dieses neue Handlungsfeld aufgegriffen, so Beigeordneter Wolfgang Walter. Man wolle bei den Unternehmen für Verständnis für das Integrationsthema werben. "Die Wirtschaftsunternehmen sind wichtige Faktoren der Integration", betonte Walter die Bedeutung des neuen Handlungsfeldes.