Cocktails sind etwas Besonderes
Patrick Davis in der Serie "Mein Hobby
"Ich hätte gerne einen Cocktail, der sehr fruchtig ist, aber nicht zu süß, vielleicht mit einem Spritzer Zitrone, er sollte nur ein bißchen Alkohol enhalten und ..." Klingt kompliziert? Ist es aber nicht - zumindest nicht für den "Hobby-Barkeeper" Patrick Davis. Kreativ zu sein ist nämlich eine wichtige Voraussetzung beim Zubereiten von Cocktails und eine große Portion Freude am Experimentieren gehört ebenfalls dazu. Und diese Eigenschaften hat Patrick Davis vom Sportamt ganz sicher. Mit etwa 20 Jahren hat er angefangen sich mit Cocktails zu beschäftigen und selbst zu mixen. "Ich habe einfach mal angefangen und ein bißchen rumprobiert und gemixt." Vieles, was er heute über Cocktails weiß, hat er sich angelesen und durch Ausprobieren selbst beigebracht. Als Barkeeper in der Paderborner Disco "Ox" hat er viel dazu gelernt, unter anderem durch erfahrene Kollegen. Auch zu Hause hat Patrick Davis seine eigene komplette Ausrüstung und auch einige Zutaten sind immer vorrätig. Dabei braucht man, wenn man sich ein bißchen auskennt, gar nicht immer das volle Programm: "Ich gucke einfach, was ich da habe und was kann ich daraus machen kann." Und dann gelingt auch aus wenigen Zutaten immer ein leckerer Cocktail. Mittlerweile arbeitet Patrick Davis im "Residenz" und man kann ihn auch für den eigenen Geburtstag, Hochzeit oder sonstige Anlässe engagieren. Für eine Party empfiehlt er etwa vier verschiedene Cocktails, damit für jeden was dabei ist. Einer der Cocktails sollte auf jeden Fall alkoholfrei sein, damit auch die Fahrer was davon haben, die anderen sollten in den Geschmacksrichtungen fruchtig, sahnig-süß und eher sauer sein. Bei Cocktails zählt aber nicht nur der gute Geschmack, das gesamte Ambiente ist wichtig. Wenn man sich einen Cocktail gönnt, dann will man ihn auch in gemütlicher Atmosphäre genießen. Neben dem guten Geschmack zählt dabei vor allem eines: die Optik des Cocktails. Deshalb sind Cocktails schön bunt und verziert, z. B. mit Früchten, Schirmchen und Zuckerrand. Cocktails sind für Patrick Davis aber mehr als nur ein Getränk: Sie sind auch Kunst. Ihre Zubereitung bietet ihm die Möglichkeit, kreativ zu sein und verschiedene Varianten zu mixen. "Als Barkeeper muss man seinen eigenen Stil entwickeln, um den Gast wirklich zufrieden zu stellen." Genau darin steckt aber, durch die Vielzahl an Variationen, auch die Schwierigkeit. Wenn Patrick Davis Cocktails mixt, unterscheiden sie sich von denen anderer Barkeeper, weil sie noch weniger nach Alkohol schmecken. Den Geschmack des Alkohols versucht er durch Sirup oder besonders fruchtige Säfte zu verdecken. Das führt allerdings dazu, dass er manchmal gefragt wird, ob überhaupt Alkohol im Cocktail ist oder er aufgefordert wird noch ein bißchen Alkohol nachzuschütten. "Vielleicht schmeckt man den Alkohol nicht raus, aber irgendwann merkt man ihn ganz sicher." Patrick Davis mixt seine Cocktails aber nicht nur für andere, natürlich trinkt er sie auch selber sehr gerne. Sein Lieblingscocktail ist der alkoholfreie "Ipanema", mit Limette, Rohrzucker, Ginger Ale und Maracujasaft. "Ich trinke natürlich auch gerne mal Bier, so ist es nicht, aber Cocktails sind einfach etwas ganz Besonderes."