Paderborn im Vergleich gut

Familienfreundlichkeit auf dem Prüfstand

© Stadt Paderborn

Wenige Schulabgänger ohne Abschluss, ein hoher Anteil von Kindern, die Musikschulen besuchen, und viel Grün in der Stadt - in Paderborn lässt es sich leben. Daten, die das belegen, sind jetzt im Vergleichsring "familienfreundliche Stadt" der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGST) diskutiert worden. Vertreter von zehn Städten haben sich zum Start der zweiten Projektphase in Paderborn getroffen. Nachdem man sich in der ersten Phase auf Kennzahlen verständigt und die entsprechenden Daten erhoben hatte, gehen die Städte nun daran, die Ursachen für die positiven Entwicklungen zu hinterfragen. "Wir werden dabei unsere Erfahrungen darlegen und auch von den Erfahrungen anderer Städte profitieren", sieht Oliver Boraucke vom Jugendamt der Stadt die Vorteile dieses Vergleichsrings. Boraucke vertritt mit Michael Wahl vom Bürgermeister-Referat die Stadt in diesem Gremium. Mit 1,9 Prozent ist der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss in Paderborn besonders niedrig. Der Durchschnittswert der Vergleichsstädte Bottrop, Erlangen, Hamm, Innsbruck, Kassel, Kiel, Recklinghausen, Remscheid und Salzgitter liegt hier bei 4,1 Prozent. Über dem Durchschnitt liegt mit 5,6 Prozent die Zahl der unter Dreijährigen, die in Paderborn von Tagesmüttern betreut werden. Mit 926 Stunden Unterricht je 1000 Kinder und Jugendliche bis unter 26 Jahren kommt Paderborn deutlich über den Mittelwert von 615 Stunden und belegt hinter Innsbruck den zweiten Platz. Auch bei der Grünfläche pro Einwohner (845 Quadratmeter), der Wohnungsgröße (43,9 Prozent aller Wohnungen in Paderborn haben mit Küche gerechnet mindestens fünf Räume) sowie beim Anteil der Einfamilienhäuser (24.4 Prozent) an allen Wohnungen liegt Paderborn im Vergleich der Städte mit vorn. "Für uns zählen in erster Linie nicht die Platzierungen, sondern die Rezepte, wie diese Leistungen erreicht werden konnten", sieht Michael Wahl den Vergleichsring nicht als eine Art sportlichen Wettstreit.