Sporthallen im Passivhausstandard
Energetische Gebäudesanierung bei der Stadt Paderborn ein Dauerthema
Schon frühzeitig wurde bei der Stadt Paderborn auf steigende Energiekosten und die Diskussion über den Klimawandel reagiert und dadurch der Energieverbrauch der städtischen Immobilien reduziert. Bereits zu Beginn der achtziger Jahre wurde in Paderborn ein langfristig angelegtes Energieeinsparprogramm für die bestehenden Gebäude aufgelegt mit vielseitigen Maßnahmen wie Heizkesselerneuerung, Austausch alter Beleuchtungen, Steuerung der Anlagen, Schulung der Hausmeister und Information der Nutzer. Aufgrund immer weiter steigender Energiepreise und der verschärften gesetzlichen Regelungen zur Energieeinsparung wurde im Jahr 2003 zusätzlich ein energetisches Sanierungsprogramm für 3,5 Millionen Euro für eine nachhaltige Gebäudesanierung der städtischen Immobilien vom Rat der Stadt Paderborn beschlossen. Mit diesen Mitteln wurden 2004 bis 2006 an 27 Gebäuden der Stadt energetisch wirksame Maßnahmen durchgeführt. Die Maßnahmen umfassten sowohl baukonstruktive Verbesserungen an den Fassaden, den Dächer und den Fenstern aber auch die Bereiche Heizung, Lüftung und Beleuchtung. Als im Rahmen des Förderprogramms der Bundesregierung zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes 2007 günstige Kommunalkredite für energetische Maßnahmen zur Verfügung gestellt wurden, war die Stadt Paderborn von Anfang an mit dabei, sich im Rahmen dieses Programms zu engagieren. In einem ersten Paket wurden 18 bestehende Gebäude aus den Baujahren 1960 bis 1980 energetisch untersucht. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden in diesem Jahr drei Paderborner Grundschulen - die Grundschule Marienloh, die Grundschule Dionysius und die Grundschule Sande - umfassend in ihrer Bausubstanz und in der Anlagentechnik für rund 800.000 Euro ganzheitlich saniert. Das wird sowohl aus dem städtischen Haushalt als auch aus dem Förderprogramm der Bundesregierung finanziert. Im nächsten Jahr und in den darauf folgenden Jahren werden neben den Grundschulen auch weiterführende Schulen und Turnhallen energetisch aufgewertet. Dass solche Maßnahmen Wirkung zeigen, kann man an den Energieverbrauchszahlen der Stadt Paderborn ablesen. Obwohl sich die Nutzflächen seit 1980 verdoppelt haben, ist der jährliche Energieverbrauch annähernd gleich geblieben. Das bedeutet, dass der spezifische Energieverbrauch (pro Quadratmeter und Jahr) ganz nachhaltig reduziert werden konnte. Mit Blick in die Zukunft reagiert die Stadt auf die weiter steigenden energetischen Herausforderungen mit ambitionierten Planungen und strebt bei ihren Neubauten den Passivhausstandard an, so zum Beispiel an den Sporthallen Georg, Wewer und Sande.