Antisemitismus im Film

Am Dienstag in der Städtischen Galerie Am Abdinghof

Die dritte und letzte Begleitveranstaltung der nur noch bis zum 27. Juni im Foyer des Kreishauses zu sehenden Gemeinschaftsausstellung von OWL-Archiven "9.11.1938. Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe" ist dem Thema "Antisemitismus im NS-Spielfilm" gewidmet. Am Dienstag, 24. Juni, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Am Abdinghof präsentieren das Stadtarchiv und das Kreisarchiv den 1940 unter der Regie von Veit Harlan gedrehten Spielfilm "Jud Süß". Die Aufführung ist eine der seltenen Gelegenheiten, diesen zumeist nur in kurzen Ausschnitten aus Fernsehdokumentationen bekannten Film in voller Länge zu sehen. "Jud Süß" gehört zu den so genannten Vorbehaltsfilmen, die wegen ihres propagandistischen Gehaltes nur unter strengen Auflagen gezeigt werden dürfen. So ist eine sachkundige Einführung erforderlich. Dafür konnten die beiden Paderborner Archive den Filmwissenschaftler Eyke Isensee von der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig gewinnen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos.