Das menschliche Schicksal

Am Mittwoch letztes Sinfoniekonzert der Saison

Im letzten Sinfoniekonzert der Saison spielt die Nordwestdeutsche Philharmonie traditionell zusammen mit dem Städtischen Musikverein Paderborn und seinen Partnerchören aus Oelde und Ostbevern in der PaderHalle. Am Mittwoch, 4. Juni, um 19.30 Uhr ist es soweit. Karten gibt es noch im Vorverkauf im Ticket-Center am Marienplatz, Tel. (05251) 2 99 75 0 und an der Abendkasse. Das geistige Band der drei Werke des Konzerts ist die Frage nach dem menschlichen Schicksal. Am Anfang steht Beethovens rein instrumentale Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus oder: Die Macht der Musik und des Tanzes“. Prometheus formte nach der griechischen Sagenwelt aus Ton zwei Geschöpfe und erweckte sie durch himmlisches Feuer zum Leben. Doch erst durch die Begegnung mit Musik, Theater, Tanz und Wissenschaft und die Fähigkeit zu trauern, werden aus den Geschöpfen Menschen. Es folgt das „Schicksalslied“ für Chor und Orchester von Brahms. Das zugrunde liegende Gedicht von Hölderlin berichtet von der ganzen Härte des antiken Schicksalsbegriffs. Brahms beantwortet dies mit einem instrumentalen versöhnlichen, hoffnungsvollen Schluss. Nach diesen beiden antiken Schicksals-Stücken folgt als eine Antwort die C-Dur Messe op. 86 von Beethoven. Der Komponist äußert darin musikalisch persönliches Leid und existenzielle Zweifel und eine mögliche christlichen Überwindung. Die handschriftliche Notiz des Komponisten unter der Messe spricht Bände: „Bitte um innern und äussern Frieden“. Unter den Solisten finden sich neben dem aus vielen Konzerten bei den großen Paderborner Chören bekannten und beliebten Bassisten Markus Krause drei Paderborn-Debütanten: Wiebke Lehmkuhl (Alt) freut sich gerade über ihr festes Engagement am Opernhaus Zürich und eine Anfrage der Salzburger Festspiele, Johanna Winkel (Sopran) feierte nach ihrer Finalteilnahme beim Bundeswettbewerb Gesang 2006 große Erfolge mit Hauptrollen beim Osterfestival im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth in den Jahren 2007 und 2008, und Georg Poplutz (Tenor) setzt in diesem Jahr beim Bachfest Leipzig die Serie seiner großen Engagements fort, die ihn schon zum Beethovenfest Bonn, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, ins Konzerthaus Dortmund, die Kölner Philharmonie, das Rheingau-Musik-Festival und zum MDR-Musiksommer führten. Es dirigiert der Leiter der drei Chöre, Matthias Hellmons.