Lesung und Führung
Ausstellung "Ausgegrenzt - Ausgelöscht"
Zur Ausstellung „Ausgegrenzt - Ausgelöscht. Jüdisches Schicksal in Paderborn 1933-1945“ werden am Mittwoch, 12. November, um 19 Uhr, Mitglieder der Studiobühne aus den Gerichtsaktenakten zum Synagogenprozess lesen. Der Eintritt ist frei. Am Donnerstag, 13. November, um 17 Uhr führt Dr. Margit Naarmann durch die Ausstellung. Gezeigt wird sie vom Stadtmuseum gemeinsam mit dem Verein für Geschichte an der Universität. Die Ausstellung wurde maßgeblich von der NRW-Stiftung gefördert. Am 20. März 1946 erstattete Stadtdirektor Dr. Fischer im Auftrag der Vertreter der Stadt Paderborn Anzeige beim Oberstaatsanwalt – Landgericht Paderborn gegen 36 Personen wegen mutmaßlicher Beteiligung am Synagogenbrand des 10. November 1938. Im Laufe der Ermittlungen konzentrierte sich die Täterschaft auf drei Personen: auf den SS-Hauptsturmführer Otto Nagorny, den früheren Baurat der Stadt Paderborn und SA-Angehörigen Dr. Herbert Keller und den früheren Kreisleiter der NSDAP Otto Plagemann. Sie wurden beschuldigt, „am 9. und 10. November 1938 ein zu gottesdienstlichen Zwecken bestimmtes Gebäude in Brand gesetzt zu haben“. Außer Plagemann wurden alle Beteiligten schuldig gesprochen.