Hallo Ü-Wagen geht auf die Jagd

WDR-Sendung Samstag live auf dem Domplatz dem Domplatz

© Stadt Paderborn

„Die Jägerei ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit“. Dieses Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss spricht vielen Tierschützerinnen und Tierschützern aus der Seele. Für sie ist die Jagd ein archaisches Ritual, bei dem jedes Jahr Hunderttausende Tiere sterben müssen. Ganz anders argumentieren jedoch die, die selber jagen: Sie sehen sich als Naturschützer, ohne deren regulierendes Eingreifen der Wald in seiner derzeitigen Form nicht denkbar wäre. Ihre Sorge: Ohne ihr Zutun würden die Wildbestände überhand nehmen und dadurch Wald und Flur geschädigt werden. Eine spannende Diskussion, der sich am 25. Oktober Julitta Münch auf dem Domplatz in Paderborn stellen wird. Der Übertragungswagen mit Bühne steht vor dem Generalvikariat, die Live-Sendung Hallo Ü-Wagen" ist von 11.05 Uhr bis 13 Uhr auf WDR 5 zu hören Alleine in der Jagdsaison 2006/07 liefen über eine Million Rehe und Rehböcke, 900.000 Wildtauben, 500.000 Hasen, 350.000 Fasane, 290.000 Wildschweine und 190.000 Kaninchen den Jägern des Landes vor die Flinte. Viele von ihnen sterben auf unnötig schmerzvolle und martialische Weise, kritisiert der „Ökologische Jagdverband“, der sich als zeitgemäßes Gegenstück zum „Deutschen Jagdschutz-Verband“ sieht. Er wirft dem DJV vor, in erster Linie einen exklusiven Freizeitsport für Gutbetuchte inklusive Hüttenromantik und Schmutz an den Stiefeln anzubieten, die Bedürfnisse und Rechte der Tiere dabei jedoch völlig außer Acht zu lassen. Wem dient die Jagd eigentlich? Den Tieren oder dem Menschen?