Jugendliche machen Theater
Ausstellung "Ausgegrenzt - Ausgelöscht."
Zur Ausstellung „Ausgegrenzt - Ausgelöscht. Jüdisches Schicksal in Paderborn 1933-1945“ (2. November bis 16. Februar) präsentiert das Jugendtheaterprojekt des Kulturamtes Paderborn ein Stück. Der Titel lautet "Abgrenzung - Ausgrenzung - Mord. Rückwärts nach Theresienstadt". Das dritte Stück der Gruppe unter der Leitung von Ann-Britta Dohle dreht sich um Ausgrenzung. Die Jugendlichen entwickeln es zum 70. Jahrestag der Pogromnacht von 1938. Die musikalische Leitung hat René Madrid. Das Stück ist für Kinder ab zwölf Jahren geeignet. Eintrittskarten (drei Euro, ermäßigt zwei Euro) gibt es ab dem 2. November im Museum für Stadtgeschichte. Dort wird das Stück auch aufgeführt. Aufführungstermine sind der 6. November um 19 Uhr, weitere Termine: 8. November, 20. November und 21. November, jeweils 19 Uhr, Einlass 18.45 Uhr Ein Theaterbesuch in einem Museum? Diskriminierung und Gewaltherrschaft, ein Thema von gestern? Wer erstarrte Denkmäler und historische Skulpturen erwartet, wird beunruhigt werden. Museumsfiguren erwachen zunächst in der Gegenwart zum Leben und zeigen in kurzen Episoden, dass Ausgrenzung und Gewalt auch heute ein aktuelles Thema sind, in der Schule, auf der Straße, zu Hause. Währenddessen nehmen die Museumsführer immer autoritärere Rollen ein... Spiel und Wirklichkeit verwischen, die heutigen Figuren finden sich plötzlich in dem jüdischen Ghetto Theresienstadt (Terezín), einer Gefängnisstadt, wieder. Dort erfahren sie Enge, Gewalt und Verlust. Aber auch die Freiheit von Musik und Kunst. Als Kinder und Jugendliche gesucht werden, um an der in Theresienstadt inszenierten Kinderoper Brundibár mitzuwirken, schöpfen sie Hoffnung. Doch die Aufführung wird von den Nazis für ihre Zwecke missbraucht