Waldfriedhof mit schmucker Kapelle

Auf städtischen Friedhöfen wurden über 400.000 Euro investiert

© Stadt Paderborn

Sie ist das Schmuckstück auf dem Waldfriedhof in Schloß Neuhaus. Die Kapelle aus dem Jahre 1919 ist in diesem Jahr für knapp 50.000 Euro renoviert worden und bietet seitdem einen würdigen Rahmen für Trauerfeiern. Aber nicht nur in dieses Kleinod hat das Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn auf dem Neuhäuser Waldfriedhof investiert. Aus den bisherigen fünf alten entstanden drei größere moderne Abschiedsräume. Eine neue Heizung, eine jeweils für den einzelnen Raum regelbare Kühlung und neue Farben und Ausstattung lassen diese Räume wieder in einem würdigen und angemessenen Zustand erstrahlen. Warme Farben bei der Beleuchtung geben auch den modernisierten Abschiedsräumen auf dem Westfriedhof eine neue Qualität. Aus sechs alten Räumen hat man dort vier gemacht. Die ehemals weiß gefliesten Wände sind verschwunden, das Ambiente entspricht jetzt der Funktion der Räume. 45.000 Euro hat die Stadt dafür ausgegeben. Investiert wurde auch am Ostfriedhof. Der Anbau am Sozialgebäude im Eingangsbereich von der Driburger Straße wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Zusätzlich stehen in dem Anbau jetzt ein Büro, ein Sozialraum und eine Garage als Lager zur Verfügung. Das Gebäude insgesamt hat das Amt für Umweltschutz und Grünflächen sanieren lassen, so dass sich auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem städtischen Friedhof deutlich verbessert haben. 165.000 Euro investierte die Stadt in das Sozialgebäude und den neuen Anbau. Gearbeitet wird aktuell noch an der Bruchsteinmauer zwischen Büro und Gehweg (Kosten 65.000 Euro) sowie an der Klinkermauer entlang der Driburger Straße, die von den städtischen Maurern Schritt für Schritt saniert wird. "Wir haben in den letzten beiden Jahren mit diesen Maßnahmen mehr als 400.000 Euro in die städtischen Friedhöfe gesteckt", zieht Wolfgang Fingerhut Bilanz. Der stellvertretende Leiter des Amtes ist zugleich für die Friedhöfe verantwortlich. Vorzeigbar sind auf den städtischen Friedhöfen auch wieder die Wege. Diese waren durch die starken Wurzeln der teilweise alten Bäume mitunter zerstört worden. Dort, wo es nötig war, kam ein neuer Belag auf die Wege. Gegenwärtig wird auf den städtischen Friedhöfen kräftig Laub gefegt. "Da wir dabei aufgrund des Umfangs der Arbeiten Laubsauger einsetzen müssen, bitten wir die Besucherinnen und Besucher um Verständnis, wenn es mal etwas lauter wird", so Fingerhut. Da derzeit auch Hecken und Sträucher um die Gräber herum zurück geschnitten werden, bittet die Stadt all jene, die hinter den Grabsteinen Vasen oder andere Gegenstände verstaut haben, diese zu entfernen. Ein Problem, das nach wie vor auf allen städtischen Friedhöfen existiert, ist die Tatsache, dass manche Zeitgenossen ihren Müll oder ihre Grünabfälle in den Friedhofscontainern entsorgen. "Wir werden in dieser Richtung verstärkt kontrollieren und uns rechtliche Schritte vorbehalten", kündigt Wolfgang Fingerhut an.