Wege zum Familienzentrum
Gemeinsames Projekt der Stadt und der Katholischen Fachhochschule NRW
Ausbau der Betreuungszeiten, Aufbau von Netzwerken zwischen den Eltern sowie die Erweiterung der Sport- und Bewegungsangebote für Kinder. Das sind nur drei Anregungen von einer Vielzahl zur Weiterentwicklung der Praxiskonzepte der Familienzentren Heidehaus und Mistelweg. Erarbeitet wurden diese Anregungen, wie eine Reihe weiterer wichtiger Informationen, in einer Bedarfsanalyse für die beiden Kindertagesstätten. Diese Analyse haben unter dem Titel „Wege zum Familienzentrum“ Studentinnen und Studenten der Abteilung Paderborn der KFH NRW unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Blomberg, Prof. Dr. Joachim Faulde sowie K.-H. Martinß erarbeitet. Die Bedarfsanalyse haben die Wissenschaftler jetzt an Petra Erger, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Paderborn, sowie die Leiterinnen der beiden Familienzentren Rita Schinschke (Mistelweg) und Michaela Körner (Heidehaus) übergeben. Weitere Anregungen zur Weiterentwicklung der Praxiskonzepte der beiden Familienzentren sind die besondere Ausrichtung auf Kurse und Angebote für eine interkulturelle Öffnung der Familienzentren, Angebote für Schulkinder und Jugendliche, Sprachkurse für Eltern als festes Angebot der Familienzentren, Sprachkurse für Kinder sowie die Entwicklung von Kursangeboten für Väter. Empfohlen wurden in der Bedarfsanalyse auch Elternkurse zu den Themen Gesundheit und Ernährung, Angebote von Elternkursen zu unterschiedlichen Tageszeiten und die Kinderbetreuung während der Elternkurse. Deutlich wird in der Bedarfsanalyse, dass die Ziele und Aufgaben eines Familienzentrums nur dann dauerhaft realisiert werden können, wenn die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen ergriffen werden. Hier wird beispielsweise die Weiterentwicklung der Informationsstruktur, die Vernetzung mit Anlaufstellen für junge Familien, wie beispielsweise Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzten, und die Aktivierung der Eltern zur Mitgestaltung an den Angeboten im Familienzentrum empfohlen. Außerdem, so sagt diese Analyse, sollten Angebote von Kursen in verschiedenen Räumen im Stadtteil stattfinden, damit Personen auf die Angebote des Familienzentrums aufmerksam werden, die keinen direkten Zugang zu diesem Zentrum haben. Als wichtig wird außerdem erachtet, dass die Kooperation mit Sportvereinen, Sprach- und Musikschulen sowie Institutionen der Gesundheitshilfe weiter ausgebaut werden sollen.