Ausflug nach Weimar

Eine Reise in die Geschichte zur Gedenkstätte Buchenwald

© Stadt Paderborn

Das Jugendamt der Stadt Paderborn hat eine Fahrt für Schüler und Schülerinnen der Klassen 10a und 10d der Gesamtschule Friedrich-von-Spee zur Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar organisiert. Im Mittelpunkt der Fahrt standen die lebensnahe Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in Deutschland und der Bezug zur heutigen Zeit. Bei einer Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald haben die Jugendlichen einen Einblick in das Leben der damaligen Lagergefangenen und der damit verbundenen NS-Verbrechen erlangt. Die Auseinandersetzung mit Schicksalen von einzelnen Lagerinsassen und die Besichtigung der Orte des Verbrechens sorgten für Betroffenheit unter den Schülern und Schülerinnen. Eine Vor- und Nachbereitung der Exkursion fand im Geschichtsunterricht statt. Zudem wurde im Rahmen eines Präventionsangebotes des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes des Jugendamtes der Stadt Paderborn mit den Schülerinnen und Schülern zu aktuellen Themen, wie zum Beispiel Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in der heutigen Zeit, gearbeitet. Marco de Luca, Jugendschutzbeauftragter des Jugendamtes der Stadt: "Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen und konnten damit für rechtsextreme Gefahren in der heutigen Zeit sensibilisiert werden." Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf das Thema Zivilcourage gelegt. „Rechtsextremen Äußerungen und Übergriffen darf nicht mit einer Unkultur des Wegsehens und Schweigens begegnet werden“ so de Luca. Vielmehr kann den sich immer wieder selbst neu inszenierenden rechtsextremen Kräften in der Jugendkultur nur mit einer entschiedenen Absage und mit Aufklärung entgegen getreten werden. In Buchenwald konnten die Jugendlichen hautnah erfahren, zu welchem grauenvollen Ergebnis das kollektive Verschweigen und Wegsehen in der NS-Zeit geführt hat.