Schwimmerbecken vorerst gesperrt

Rolandsbad

© Stadt Paderborn

Bei den Ende März begonnenen Grundreinigungsarbeiten zur Vorbereitung auf die diesjährige Freibadsaison im Rolandsbad sind am 1. April erhebliche Schäden am 50-Meter-Schwimmerbecken festgestellt worden. Das teilt die für den Betrieb zuständige PaderBäder GmbH mit. Aus derzeit noch nicht bekannten Ursachen wurde die aus Edelstahlblechtafeln bestehende Beckensohle teilweise angehoben. Dabei liegen neben den Blechen auch die Einlaufkanäle jetzt teilweise bis zu 17 Zentimeter hohl über dem normalen Beckenniveau. Außerdem hat sich auch der Einbaurahmen eines Flutventils verzogen. Von diesem Schadensbild können mehrere Gewerke betroffen sein. Als mögliche Ursache sind Planungs-, Ausführungs- oder Bedienungsfehler nicht ausgeschlossen. Unverzüglich wurde der Planer des Bades mit den aufgetretenen Schäden konfrontiert. Der Planer hat daraufhin schnellstens den Beckenhersteller eingeschaltet. Parallel dazu hat eine interne Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bäderbetriebs, der PaderBäder GmbH, des Rechtsamtes sowie des Gebäudemanagements die Arbeit aufgenommen. Ziel war es, sich mit allen Beteiligten einvernehmlich auf einen Sachverständigen zu einigen, um damit das Verfahren zu beschleunigen und das Becken möglichst schnell wieder nutzen zu können. Da die Versicherung des Beckenherstellers einen eigenen Gutachter bestellt hat, konnte dieses Ziel nicht erreicht werden. Mit dem Sachverständigen der Versicherung des Beckenherstellers hat am 21. April ein gemeinsamer Ortstermin stattgefunden. Dabei wurde der Beckenboden an drei Stellen aufgeschnitten, um Erkenntnisse für eine mögliche Schadensursache zu gewinnen. Ergebnisse liegen trotz mehrfacher Zusage noch nicht vor. Insofern können zur Schadensursache noch keine Aussagen gemacht werden. Eine Betriebsaufnahme des 50-Meter-Schwimmerbeckens zum 1. Mai ist nicht möglich. Für die Badegäste und die Stadt Paderborn ist dies eine äußerst missliche Situation. Im Interesse einer möglichst schnellen Betriebsaufnahme werden daher vom Gutachter zunächst Erkenntnisse erwartet, wie sich eine kurzfristige Zwischenlösung als technisch machbar darstellen könnte. Diese ist jedoch zwischen allen Beteiligten einvernehmlich abzustimmen und muss verkehrssicher sein. Anderenfalls wäre eine sofortige Reparatur erforderlich, die sich nach derzeitigen Erkenntnissen wohl nicht zeitnah durchführen ließe. Die Betriebsleitung der PaderBäder GmbH hat entschieden, die Freibadesaison im Rolandsbad zunächst ohne das Schwimmerbecken aufzunehmen. Die bisher unter anderen Voraussetzungen erworbenen Saisonkarten können an der Kasse des Rolandsbades zurückgegeben werden. Da ein ähnlicher Schaden im Zuge der Saisonvorbereitung des Springerbeckens nicht gänzlich auszuschließen war, verzögerten sich diese Arbeiten. Somit kann das Springerbecken voraussichtlich erst am Freitag, 8. Mai, in Betrieb genommen werden. Das dritte Nichtschwimmerbecken und das Planschbecken sowie die Rutsche stehen ab Freitag, 1. Mai, den Freibadbesuchern planmäßig zur Verfügung. Das Waldbad in Schloß Neuhaus startet mit dem Saisonbetrieb ebenfalls am Freitag, 1. Mai. Beide Freibäder sind von montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr, samstags von 7 bis 20 Uhr und sonntags von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Kassen- und Einlassschluss ist generell jeweils eine Stunde vor Betriebsschluss. Das Neuhäuser Hallenbad (Residenzbad) bleibt ab 1. Mai während der Freibadesaison für den öffentlichen Schwimmbetrieb geschlossen. Weitere Infos zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen aller Paderborner Bäder gibt es über die neue Bäder-Hotline 05251/148780.