Das Wohl der Kinder im Blick

Neue Aufgabe des Paderborner Jugendamtes bei der Früherkennungsuntersuchung

Genau 9.620 Kinder von 0 bis sechs Jahren leben in Paderborn. Damit sie sich gesund entwickeln können, gibt es seit Jahren die Kinderfrüherkennungsuntersuchungen. Diese von den Krankenkassen finanzierten Untersuchungen von der U 1 bis zu U 9 sind zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch mehr als empfehlenswert. Um dieser medizinischen Vorsorge für die Jüngsten Nachdruck zu verleihen, überprüft das Land NRW jetzt genauer als zuvor, ob die Kinder die einzelnen Untersuchungen wahrgenommen haben. Über das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit werden die Eltern per Brief daran erinnert, dass sie mit ihrem Sprössling die dem jeweiligen Alter entsprechende Untersuchung noch nicht wahrgenommen haben und aufgefordert, dies umgehend nachzuholen. Wenn das nicht passiert, wird das Paderborner Jugendamt eingeschaltet. "Wir sehen die Eltern als Partner und möchten gemeinsam mit ihnen diese Aufgabe erledigen“, so Sozialbezirksleiterin Elisabeth Voss, die diese neue Aufgabe im Jugendamt der Stadt Paderborn koordiniert. Das städtische Jugendamt wird, wenn es die Meldung vom Landesinstitut über die nicht rechtzeitig wahrgenommene U-Untersuchung erhält, die Eltern des Kindes erneut anschreiben. Wird darauf nicht reagiert, so werden Sozialarbeiter des Amtes einen Hausbesuch abstatten. "Wenn wir trotz dieser Bemühungen keinen Kontakt bekommen und die Situation nicht klären können, müssen wir prüfen, ob gegebenenfalls eine Kindeswohlgefährdung vorliegt", sagt Elisabeth Voss. Soweit müsse es allerdings nicht kommen, wenn die Eltern rechtzeitig die entsprechenden Bescheinigungen des Arztes vorlegen. Elisabeth Voss: "Wenn uns diese vorliegt, ist für uns klar, dass sich der Arzt vom Gesundheitszustand des Kindes überzeugt hat und wir nicht von einer eventuellen Kindeswohlgefährdung auszugehen haben." Bei der vom Land NRW initiierten Aktion zu mehr Akzeptanz der Früherkennungsuntersuchung unter dem Motto "Ich geh zur U - und Du?" machen mittlerweile eine ganze Reihe Paderborner Kindergärten mit. So wird in den Kitas "Am Schlosspark", "An der Abtsbrede",„Heidehaus“,“Lange Wenne“,“Lippekinder" "Mistelweg", „Spielwiese“ „Schwalbennest“,“Unter dem Regenbogen", "Wiesengrund" und "Wilhelmshöhe" (alle städtisch) wie auch in den in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Einrichtungen "St. Liborius", "St. Franziskus", "Johannes" und "Kinderzentrum Riemeke" für diese Untersuchungen geworben.