Feuer frei für Fragen
Heinz Paus hatte im Internet-Chat gut zu tun
Als "thomas" wissen wollte, ob im Bürgermeister-Internet-Chat bereits Fragen gestellt werden können, kam die Antwort prompt. "Ja gerne, Feuer frei!", forderte Bürgermeister Heinz Paus seine Gesprächspartner auf. Und die ließen sich nicht lange bitten und wollten eineinhalb Stunden lang vieles vom Bürgermeister wissen. Mehr als 20 Leute erlebten diesen Internet-Fragestunde an Heinz Paus live mit. Wie es mit dem defekten Schwimmerbecken beim Rolandsbad weitergeht, fragte beispielsweise "thomas". "Man könnte vermuten, dass der Wurm drinsteckt", so Heinz Paus zur Situation mit dem Schwimmerbecken, bei dem sich der Boden gehoben hat. Es sei ein Baumangel, mit dem man immer wieder einmal bei Neubauten rechnen müsse. Es habe einen ersten Termin mit dem Sachverständigen gegeben, Klarheit über die Schadensursache habe man allerdings noch nicht. Auf die Kritik von "ExilPb" nach zu vielen Billiggeschäften in der Innenstadt antwortete Heinz Paus: "Mich stört das auch. Aber da haben wir als Stadt eigentlich keine Instrumente. Der Vermieter/Immobilienbesitzer sucht sich seinen Mieter aus. Wir versuchen über unsere Wirtschaftsförderung und ein noch ausbaufähiges Citymanagement ein wenig zu steuern." Inwiefern das jetzt beschlossene Einzelhandelskonzept konkret die Innenstadt stärke, wollte "thomas" wissen. Durch dieses Konzept wolle man Investoren, die nach Paderborn kommen - und das Interesse sei nach wie vor da - auf die Innenstadt konzentrieren. Wenn dies gelinge, könnte das auch den Prozess mit der Umgestaltung des Königsplatzes und der Marienstraße voranbringen. "Sveniboy" erkundigte sich nach der rechtlichen Situation mit dem neuen Stadion. Dem Fan des SC machte der Bürgermeister Mut. Die Stadt habe in der zweiten Runde jetzt sowohl beim Verwaltungsgericht Minden als auch beim Oberverwaltungsgericht Münster gewonnen. Dabei sei es um einen von den Klägern beantragten erneuten Baustopp gegangen. Beide Gerichtet hätten die Konzeption der Stadt bestätigt. Paus: "Dennoch halten die Kläger die Klage in der Hauptsache aufrecht. In der nächsten Zeit stehe eine erneute Verhandlung an. Wir sind sehr gelassen." Gefragt wurde außerdem auch nach den Planungen zur Zukunftsmeile am Fürstenweg. Das Land wolle dieses Forschungsvorhaben fördern, so Paus. Das sei bereits entschieden. Das Land habe in Aussicht gestellt, dass das Bauvorhaben mit fünf Millionen Euro gefördert wird. Hinzu kommen die Zuschüsse der Stadt (eine Million Euro), des Kreises (0,5 Millionen Euro) und der Universität (fünf Millionen). Zurzeit arbeite man an den Entwürfen für das Gebäude auf dem Areal des "b.i.b". "ggg" fragte nach dem Ausbau des Inselbadstadions. "Das haben wir in Angriff genommen", antwortete Heinz Paus. Zurzeit werde die Baugenehmigung erarbeitet, danach folge die Ausschreibung der Arbeiten. "Ich denke, dass es Anfang des nächsten Jahres mit den Bauarbeiten losgeht", so der Bürgermeister. Nach den Investitionen der Stadt in die Bildung befragt, verwies Heinz Paus auf etwa 40 Millionen Euro, die in den letzten Jahren in die Schulen investiert worden seien. Das Personal in den Kindertagesstätten sei um fast die Hälfte aufgestockt worden. Die Hälfte der Kinder, die einen Kindergarten besuchen, könnte diesen kostenfrei nutzen. Die Stadt baue aktuell die Betreuung für die unter Dreijährigen aus, in den Schulen gehe es um den Ausbau der Ganztagsangebote, so Paus.