Paderborn zum Herzensanliegen gemacht
Stadt Paderborn trauert um Wolf Köster
"Die Paderbornerinnen und Paderborner sind Wolf Köster dankbar dafür, dass er in den zwei Jahrzehnten seiner Arbeit die Entwicklung Paderborns zu einem florierenden, attraktiven Oberzentrum zu seinem Herzensanliegen gemacht hat." Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Heinz Paus die beruflichen Verdienste des am 4. Dezember verstorbenen ehemaligen Technischen Beigeordneten der Stadt. Paderborn schulde Wolf Köster Dank und Respekt dafür, dass er auch nach seiner Pensionierung dem Wohl der Stadt verpflichtet blieb, sich ehrenamtlich vor allem im Denkmalschutz für die Stadt eingesetzt habe, so Paus. Wolf Köster, der aus Göttingen stammt und in Hannover und Braunschweig Architektur studierte, kam 1973 nach Paderborn. Die zwei Jahrzehnte seiner Amtszeit waren geprägt von einer stürmischen Entwicklung der Stadt. Paderborn vollzog mit einem Bevölkerungszuwachs von 30.000 Menschen den Wandel von einem Mittelzentrum zu einem Oberzentrum, einer Universitätsstadt, einem Hightech-Standort. In diesem Prozess der Stadtentwicklung hat Wolf Köster, wie er selbst sagte, "immer eine gerade Furche gezogen". Der Mann, der in dieser rasanten Zeit Architekt und Gestalter war, hat vielem seine Handschrift aufgedrückt. Das Sportzentrum am Maspernplatz, Bürgerhäuser, die Paderhalle, Schulerweiterungen, Kindergärten, wichtige Erschließungsstraßen und vieles mehr sind dabei zu nennen. Als sich der Rat im Frühjahr 1993 entschied, Wolf Köster nicht wieder zu wählen und die Stelle des Technischen Beigeordneten neu auszuschreiben, ging Wolf Köster nicht im Unfrieden. "Ich habe eine Menge vorzuweisen, dessen ich mich nicht schämen brauche", sagte er in seiner letzten Bauausschusssitzung und legte nach seiner Pensionierung einen ebenso großen ehrenamtlichen Einsatz für Paderborn an den Tag.