Keine Zeit für Mutproben

Paderborner Feuerwehr zum sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern

© Stadt Paderborn

“Raketen kann ich nicht mehr sehen!“ So lautet der Spruch, mit dem die Paderborner Feuerwehr zum sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern auffordert. Von ihren Berliner Kollegen hat sich die Paderborner Wehr die Idee zu diesem Plakat geholt und wirbt damit insbesondere bei jungen Leuten. Hubert Gerold vom vorbeugenden Brandschutz der Feuerwehr: "Aktueller Anlass der Aktion ist ein schwerer Unfall mit Feuerwerkskörpern in Flensburg. Bei dem Unfall wurde einem zehnjährigen Jungen die Hand abgerissen. Drei weitere Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren erlitten Brand- und Augenverletzungen." Der unsachgemäße Umgang mit Böllern oder Raketen kann schwere Verletzungen verursachen. Verbrennungen und Verletzungen von Händen und Gesicht, Verletzungen der Augen, dauerhafte Hörschäden durch Trommelfellverletzungen, und manchmal können sogar Abrisse von Gliedmaßen die Folgen sein. Für die Betroffenen kann dies oft lebenslange Beschwerden nach sich ziehen. Kinder sind besonders gefährdet! Im Hinblick auf das Silvesterfest hatte die Feuerwehr Paderborn die Plakataktion schon vor Weihnachten gestartet, um auf sachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern aufmerksam zu machen. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, daher wurden die Plakate an allen Grund-, Haupt- und Realschulen sowie an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen verteilt. Zusätzlich wurden auch die Jugendtreffs der Stadt und die stadteigenen Gebäude mit in die Plakataktion einbezogen. Freundlicherweise hat sich auch der Pader-Sprinter bereit erklärt mit den Plakaten in den Bussen auf diese laufende Aktion aufmerksam zu machen. Bereits vor drei Jahren hatte die Feuerwehr Paderborn mit einem Plakat „Finger weg von Böllern“ auf sachgemäßen Umgang mit Feuerwerk hingewiesen. "Wer mit Böllern Mutproben bestehen will, schadet sich und anderen", so Hubert Gerold, der zu mehr Disziplin und Vorsicht im Umgang mit den Feuerwerkskörpern mahnt.