Kein Alkohol in Kinderhand
Schützenvereine in Elsen und Hövelhof engagieren sich
Zu einem gemeinsamen Gespräch über Jugendschutz sind Vertreter des Elsener und Hövelhofer Schützenvereins, Mitarbeiter der Stadt- und Kreisverwaltung sowie der Barmer Ersatzkasse zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung von Jugendschutzmaßnahmen im Schützenwesen mit besonderem Blickpunkt auf den Alkoholkonsum von Minderjährigen und jungen Erwachsenen. Während die beiden anwesenden Schützenvereine mit der konsequenten Umsetzung von empfohlenen Jugendschutzmaßnahmen bereits sehr gute Erfolge verzeichnen konnten, so ist nach einhelliger Meinung der Anwesenden bei einigen anderen Vereinen dieser Gedanke noch nicht in ausreichendem Maße angekommen. Eine besondere Schwierigkeit bereiten auch nach wie vor Minderjährige, die sich nach dem so genannten „Vorglühen“ auf den Schützenfesten daneben benehmen. Hier können strikte Einlasskontrollen hilfreich sein. Sofern das Festgelände frei zugänglich ist, helfen auch diese Kontrollen nicht weiter. Insofern spielt nach Aussage der anwesenden Präventionsfachkräfte und Ordnungsamtmitarbeiter auch die eigene Vorbildfunktion und ein gesundes Maß an Zivilcourage von Erwachsenen eine erhebliche Rolle. Die Erwachsenen bestimmen selbst, ob sie betrunkene Minderjährige auf dem Festplatz tolerieren oder nicht. Eine klare Ansprache und zur Not der Platzverweis können da deutliche Signale an die Jugendlichen senden. „Nichts ist schlimmer als den riskanten Alkoholkonsum unkommentiert zu lassen, dies bestärkt die Minderjährigen nur noch“, ist Marco de Luca, Koordinator des Aktionsbündnisses „Kein Alkohol in Kinderhand“ überzeugt. Damit in Zukunft die Mitglieder der beiden Schützenvereine und insbesondere der Jungschützenabteilungen selbst noch mehr für das Thema sensibilisiert werden, sollen weitere Gespräche und Aktivitäten, wie Präventionsveranstaltungen oder Multiplikatoren-Schulungen, folgen. Hermann-Josef Thiele von der Barmer Ersatzkasse sowie die beiden Schützenvorstandsmitglieder Helmut Steins aus Elsen und Udo Gehrke aus Hövelhof freuen sich über die Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis und wollen dies in ihren Vereinen weiter vorantreiben. Allein in Stadt und Kreis Paderborn sind mehrere tausend Jugendliche und junge Erwachsene in Schützenvereinen organisiert, in denen ehrenamtlich qualifizierte Jugendarbeit geleistet wird. Um dieser besonderen gesellschaftlichen Verantwortung auch weiterhin gerecht zu werden, sind sich alle Anwesenden darin einig, dass in jedem Schützenverein die Themen Jugendschutz und Suchtprävention mit auf der Agenda stehen und aktiv umgesetzt werden sollten. Weitere Informationen zum Paderborner Aktionsbündnis „Kein Alkohol in Kinderhand“ sind bei Ina Jäger vom Kreisjugendamt (Tel. 05251/308614) und bei Marco de Luca vom Stadtjugendamt (Tel. 05251/881940) erhältlich.