Wasser lässt Beton bröckeln

Neuhäuser Almebrücke weist deutliche Schäden auf

Die 40 Meter lange und fast einen Meter dicke Stahlbetonbrücke über die Alme weist deutliche Schäden auf. Weniger das Wasser der Alme als vielmehr das Regenwasser haben über die Jahre hinweg der 1965 nach dem großen Hochwasser wieder errichteten Verbindung zwischen B 64 und dem Neuhäuser Ortskern kräftig zugesetzt. "Obgleich in den 60er und 80er Jahren bereits an dem Bauwerk gearbeitet wurde, werden insbesondere am Mittellager der Brücke die Schäden deutlich", so Thomas Beiboks vom Straßen- und Brückenbauamt der Stadt. Die Feuchtigkeit, die von oben in die Brücke eindringe, habe den Beton an der Stütze bröckeln lassen. Das habe die jetzt begonnene Sanierung dringend erforderlich gemacht, so Beiboks, der die Arbeiten betreut. Bei der Untersuchung der so genannten Brückenkappen (Gehwege auf der Brücke) hat sich herausgestellt, dass der Beton auf der einen Seite komplett ersetzt werden muss, da er durch Streusalz teilweise stark beschädigt wurde. Mit der jetzigen Sanierung sollen nicht nur die Schäden an den Stützen beseitigt, sondern auch die Brücke abgedichtet werden. Nur so kann die Brücke auch künftig die 12.000 bis 14.000 Fahrzeuge pro Tag verkraften. Bis Ende der Sommerferien, Mitte August, sollen die Arbeiten an der Brücke abgeschlossen sein. Dann kann die Brücke von Fußgängern und Radfahrern wieder genutzt werden. Beiboks appelliert, die momentane Vollsperrung der Brücke für Autos, Radfahrer und Fußgänger zu akzeptieren. Immer wieder würden abends die Absperrungen beiseite geschoben. Das sei unverantwortlich, da sich an der Brücke große Löcher befinden, in die man stürzen könne. Die Sanierung der Almebrücke ist Teil der Bauarbeiten auf der Residenzstraße, die bis Ende Oktober dauern werden. Dabei soll der Einmündungsbereich in die Schlosskreuzung aus Richtung Hatzfelder Platz so verbreitert werden, dass eine Linksabbiegespur in die Schlossstraße entstehen wird. Außerdem werden in diesem Bereich auch Kanalarbeiten durchgeführt und eine neue Fahrbahnrinne verlegt. Die Schlosskreuzung bleibt während dieser Bauarbeiten komplett befahrbar. Längere Wartezeiten an der Kreuzungsampel werden allerdings nicht vermeidbar sein. Arbeiten an Kanälen, Versorgungsleitungen und am Straßenbelag finden auf dem gesamten Abschnitt zwischen der Brücke und der Schlosskreuzung statt. Diese Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt. Die Zufahrt in die Residenzstraße und „Alt-Neuhaus“ bleibt während der gesamten Bauzeit für Anlieger, also auch für Kunden der Geschäfte, von der Schlosskreuzung aus bis zur Almebrücke frei anfahrbar. Parkplätze bleiben im Rahmen der Möglichkeiten erhalten. Die Firma Benteler stellt auf dem früheren Mühlengrundstück an der Schlossstraße 40 Ersatz-Parkplätze für Kunden zur Verfügung. Aufgrund der Sanierung der Almebrücke werden die PaderSprinter-Linien 8, 61 und N7 noch bis Freitag, 9. Oktober, umgeleitet. In dieser Zeit können diese Linien die Haltestellen An der Kapelle, Fürstenallee, Marienloher Straße und Schloß Neuhaus (Schlossplatz) nicht erreichen. Die Fahrgäste werden gebeten, die Linien 1 und 11 zu nutzen, die die Haltstellen An der Kapelle, Fürstenallee, Marienloher Straße und Schloß Neuhaus (Schlossplatz) auch während der Sanierungs- und Bauarbeiten anfahren. Am Hauptbahnhof besteht die Möglichkeit, von der bzw. auf die Linie 8 umzusteigen. Teilweise großräumigere Umleitungen sind für den Verkehr ausgeschildert und sollten befolgt werden. Verkehrsbehinderungen können dennoch eintreten. Die Stadt Paderborn bittet die Neuhäuser sowie sämtliche Verkehrsteilnehmer für die notwendigen Bauarbeiten um Verständnis.