Die verrückte Band aus Mailand

Libori-Arena-Konzert am 25. Juli um 20.30 Uhr

„Figli Di Madre Ignota“ sind ein Haufen Jungs aus Mailand, mit Pardo-Fez auf, und jeder Menge Humor im Kopf. Gibt man ihnen Instrumente in die Hand, kommt dabei ein treibender Mix aus schlitzohrigen Balkan, bösen Polkas, atemlosen Tarantellas und gemeinem Swing heraus. Überzeugen kann man sich davon am Samstag, 25. Juli, ab 20:30 Uhr in der Libori-Arena auf dem Franz-Stock-Platz. Die Mailänder bieten Musik zum Abzappeln mit einer elektrisierenden und urkomischen Live-Show, dem wie sie es nennen, Spaghetti-Balkan. „Figli Di Madre Ignota“ bedeutet wörtlich „Sohn einer unbekannten Mutter“ und war früher die rechtliche Bezeichnung für Waisen, deren Mütter ihre Kinder nicht annehmen konnten oder wollten. Hinter diesem überholten und heute nicht mehr wertenden Begriff steht die Einstellung der Musik der 60er. Diese wurde losgelöst von ihren Wurzeln live gespielt und deren Ziel war nicht irgendeine Rückbesinnung auf kulturelle Wurzeln, sondern wurde gespielt um die Leute zum Tanzen zu bringen. Beginnend mit der „Elektrifizierung“ der italienischen Populärmusik, wie etwa der Tarantella, fanden die Kinder der unbekannten Mütter viel Inspiration in der Musik des Balkan sowie in Klezmer und pickten sich, wie jede gute Band, die sich von ihren Wurzeln losgesagt hat, den Spirit davon heraus. 1999 erschien mit „Orangotangotopless“ die erste Demo-CD der Band, die im Jahr 2000 von der ersten selbst produzierten CDU „Kanakapila“ gefolgt wurde. Im selben Jahr begannen sie kleinere Touren in Kroatien und Nord-Italien zu spielen und erhielten dafür positive Kritiken. 2005 schließlich begann eine fruchtbare Zusammenarbeit mit „Banda Osiris“, einer italienischen Theatergruppe, die für ihre humorvolle und parodistische Sicht auf Musik bekannt ist und die damit der selbstironischen Einstellung der Gruppe sehr nahe kam. Die aktuelle Line-Up besteht aus Drums, Bass, zwei Gitarren, Saxophon, Trompete und Gesang. Wer sich also eine Balkankapelle vorstellen kann, die mit einer knackigen Rockcombo spielt, ist recht nahe an Sound von „Figli Di Madre Ignota“.