Die Show der Schausteller
Ratsauswahl ging mit 4:8 unter
Sie hatten nichts unversucht gelassen - die Kicker von der Ratsauswahl. Mit Carsten Linnemann hatten sie einen Bundestagskandidaten aufgeboten. Mit René Deffke einen Stoßstürmer geholt, der bei zwölf Vereinen bis zur zweiten Liga gespielt hatte. Und der Clou: Im Tor war mit Dieter "Kater" Driller und Udo "Die Katze" Olschewski gleich die geballte Fußball-Erfahrung aus mehr als 100 Lebensjahren vorhanden. Doch all das half am Ende nichts: Die Schausteller behielten beim traditionelle Fußballspiel vor dem Libori-Start am Freitagnachmittag auf der Paderkampfbahn klar mit 8:4 die Oberhand. Dabei hatte alles so verheißungsvoll für die Ratstruppe angefangen. Fünf Minuten waren gespielt, da standen schon drei Riesenchancen für die mit Kickern aus der Verwaltung und der sportlichen Prominenz verstarkten Ratsmannschaft zu Buche. Allein René Deffke traf erst den Pfosten, dann die Latte und in der 22. Minute endlich ins Tor. Doch die Führung hielt nicht lange. Verhinderte Dieter Driller mit einer Glanzparade in der 25. Minute noch den Ausgleich, so war es weniger später geschehen. Die Flanke von Maurice Schäfer-Lohmeier, die Driller ansonsten mit der Mütze wegfängt, fand den Weg ins Tor. Doch noch vor der Pause traf Renè Deffke noch einmal, so dass in der Halbzeit die Welt für den Rat noch in Ordnung war. Ob Rats-Teamchef Wolfgang Fingerhut in der Pause die falsche Ansprache gehalten hat oder die Kicker das Falsche getrunken hatten, ist nicht bekannt, doch mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte brachen insbesondere in der ansonsten so sicheren Abwehr des Rates alle Dämme. Schausteller-Stürmer-Star Ronny Marx traf kurz nach Wiederbeginn gleich zweimal und brachte die Schausteller erstmals in Führung. Christian Löhr sorgte mit viel Schwung, den er sich beim Aufbau von Vaters Auffenbergs Biergarten geholt haben dürfte, den Rat mit seinem Tor wieder zum Unentschieden. Auch nachdem Edmund Cardinale für die Schausteller und Angin Karamann für den Rat getroffen hatten, war das Spiel eine halbe Stunde vor dem Ende mit 4:4 noch offen. Was dann allerdings folgte, war bitter. Vier Tore (zwei von Edmund Cardinale, eins von Patrick Rasch und ein Handelfmeter verwandelt von Rudi Lemoine) waren ein deutliches Zeichen für die Überlegenheit der jungen Schausteller-Truppe zum Ende der Partie. Als Schiri Erich Drotleff vom DJK Mastbruch, der gemeinsam mit seinen Assistenten Heinz Galonska vom SV Hövelhof und Michael Proff vom DJK Mastbruch das Spiel umsichtig leitete, abpfiff, blieb den Ratskickern nach dem 26. Libori-Fußballspiel nur die Hoffnung auf das nächste Mal.