Märchen und Klassiker
29. Paderborner Puppenspielwochen vom 7. bis 22. März
Highlight der Paderborner Puppenspielwochen 2009 ist die „Nacht der Puppen“ am Samstag, 14. März. An diesem Tag treffen sich die deutschen Mitglieder des Weltverbands der Puppenspieler (UNIMA) in der Kulturwerkstatt. Ab 19.30 Uhr geben sie Kostproben ihres Könnens in allen Räumen des Hauses mit Puppenkabarett und klassischem Marionettentheater, Schattentheater und Musiktheater mit Figuren. Außerdem spielt an dem Abend stundenlang und immer wieder das Theater, das immer ausverkauft ist: „Theater für eine Person“. Vom 7. bis zum 21. März präsentiert das Kulturamt der Stadt die 29. Paderborner Puppenspielwochen. Märchen und Klassiker für Jung und Alt stehen dabei im Mittelpunkt. Das Programm ist im Internet unter "www.paderborn.de" zu finden. Es wird auch auf Wunsch zugeschickt. Telefon: (05251) 882345. Karten gibt es im Ticket-Center am Marienplatz, Tel. (05251) 2 99 75 0. Für Erwachsene steht große Literatur auf dem Spielplan der Puppenspielwochen, zum Beispiel ein ganz klassischer, liebevoll inszenierter „Rigoletto“ in der Kaiserpfalz am 13. März. Eine besondere Shakespeare-Version spielen Kaufmann und Co aus Berlin am 17. März in der Kulturwerkstatt: „Romeo und Julia – Liebe und Tod in der Küche“: Bei den Köchinnen der verfeindeten Familien flammt der alte Konflikt erneut auf, da findet ein Kostümfest im Gurkenglas statt, ein Gewürzregal gerät in einen Bandenkrieg, Salz und Pfeffer gestehen sich rieselnd ihre Liebe, eine rote Peperoni ist verliebt und Gurken und Eier sind der Shakespeareschen Verse mächtig. Trotz aller Komik gleitet die Inszenierung nie in Klamauk ab. Schon am 11. März steht der Schocker „Kasper tot. Schluss mit lustig?“ von Lutz Großmann aus Berlin auf dem Programm. Kasper geht es ans Leder: Nie wieder „Tritratrullala“? Auch die Paderborner Puppenspieler setzen auf große Literatur. Schon am Samstag macht Nelo Thies mit ihrer Adaption von Franz Kafkas Erzählung „In der Strafkolonie“ den Anfang. Zusammen mit Heiko Grosche lässt sie am 19. März Schillers „Räuber“ folgen. Robert Husemann spielt am 20. März zum letzten Mal seine Version vom „Faust“. Wer sie noch nicht gesehen hat, muss jetzt rein. Beide zusammen nehmen mit Eckhard Wiemann am 21. März ihr Erfolgsstück „Froschkönig“ für Erwachsene wieder auf. Eine Ballade über die Liebe gibt es für Jugendliche und größere Kinder ab 9: „Rettelbusch und Seidenschal“, am 17. März um 15.00 Uhr in der Paderhalle. Unter den Kinderstücken dominieren in diesem Jahr Kinderbuchklassiker wie „Freunde“ (Helme Heine), „Frederik“ (Leo Lionni) und „Das kleine ich bin ich“ (Mira Lobe), daneben natürlich wieder Märchen: „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Dornröschen“ und „Das tapfere Schneiderlein“. Robert Husemann trägt gleich ganz am Anfang, am 7. März um 16.00 Uhr, eine Premiere bei: „Die neugierige Prinzessin“. Nelo Thies setzt ihre „Minifee“-Serie fort. Außerdem geht in ihrem neuen Stück die „Klasse 2b auf Klassenfahrt“. Zu den Puppenspielwochen findet in der Kulturwerkstatt die Fotoausstellung „Paderborner Figuren Fotos“ statt. Diese wird am Samstag, dem 7. März um 18.00 Uhr eröffnet.