Aus Türkei, Italien, Polen und Russland: Paderborns bekannteste Köpfe im März
Yes We Can unterstützt Bildungsoffensive
Sie sind die bekanntesten Köpfe in Paderborn in diesem Monat: Cigdem Istar aus der Türkei, Industriekauffrau in Paderborn, Simona Quarta aus Italien, Rechtsanwalts- und Notar-Fachangestellte in Paderborn, Rafal Reinert aus Polen, Informatik-Student in Paderborn, und Viktor Künstler aus Russland, Mediengestalter in Paderborn. Auf Großflächen an den Einfahrtsstraßen und zahlreichen anderen Plakaten verkünden sie „Yes We Can“. Die Plakataktion - begleitet von einem Internetauftritt – ist Teil der intensiven Integrationsarbeit der Stadt Paderborn. Damit die vier „Models“ sich persönlich kennenlernen, hat Bürgermeister Heinz Paus sie zu einer Tasse Kaffee eingeladen. In Paderborn leben Menschen aus 137 Herkunftsländern, und 22 Prozent aller Paderbornerinnen und Paderborner sind zugewandert oder Kinder von Zugewanderten. Deshalb widmet sich die Stadt Paderborn besonders dem Thema Bildung, die Aktion „Yes We Can“ ist Teil der Bildungsoffensive zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Paderborn. Bürgermeister Heinz Paus: „Erfolgreiche Integration ist kein Zufall, wenn man die überwiegend jungen Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, als Chance für die Stadt erkennt.“ Cigdem Istar, Industriekauffrau bei Benteler, sieht als gebürtige Türkin in ihrem Beruf nur Vorteile. Sie kennt den richtigen Ton für den Umgang mit türkischen Geschäftspartnern und kann kurzfristig in der türkischen Sprache Auskunft geben. Die Plakataktion hat sie zu einem kleinen Idol im Familien- und Bekanntenkreis gemacht. „Jugendliche sind begeistert von dem Auftritt“, so die junge Türkin, „Kinder möchten auch einmal so auf Plakaten zu sehen sein.“ Viktor Künstler, Mediengestalter bei der Werbeagentur Özel, welche die Kampagne konzeptionell und grafisch umgesetzt hat, wird auch immer wieder auf die Aktion angesprochen. „Sie ist“, so der junge Russe, „vorbildlich.“ Er ist als Kind nach Paderborn gekommen, hat gelernt, wie wichtig Fleiß und gute Leistungen sind, und kann heute das Fazit ziehen: „Es hat alles geklappt, wie ich es mir vorgenommen habe.“ Rafal Reinert studiert Informatik an der Universität Paderborn, das Geld für das Studium erarbeitet er sich. Seine Freunde nennen ihn inzwischen „den Promi aus Paderborn“. Er sieht darin, dass er mit der polnischen Sprache aufgewachsen ist und bereits in Polen in der Schule Deutsch gelernt hat, nur Vorteile. „Wer zwei Sprachen bereits spricht“, so der junge Pole, „hat es viel leichter, eine dritte Sprache dazu zu lernen.“ Simona Quarta konnte die Einladung des Bürgermeisters zu einer Tasse Kaffee leider nicht annehmen. Die junge Italienerin hatte einen wichtigen Termin in der Kanzlei, wo sie als Rechtsanwalts- und Notar-Fachangestellte arbeitet. www.paderborn.de/bildungsoffensive.