Radeln für Europa

Dietrich Honervogt begrüßte Gruppe vor dem Rathaus

© Stadt Paderborn

"Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es sich lohnt, wählen zu gehen." Mit diesen Worten umriss Norbert Schöbel das Anliegen der Radfahrer, die am Sonntagmorgen vor dem Paderborner Rathaus Station machten. Schöbel, der gemeinsam mit dem ehemaligen Direktor des Europäischen Parlaments, Dr. Ernst Piehl, diese Europa-Radtour im Namen des transnationalen und überparteilichen Bündnisses "European Network for the Unification of Europe" organisierte, freute sich über den herzlichen Empfang in Paderborn. "Wir haben gerne Gäste und besonders so weitgereiste", drückte der stellvertretende Bürgermeister Dietrich Honervogt seine Freude über den Besuch aus. Nicht nur er hieß die Europa-Radler willkommen, sondern auch der ostwestfälische Europaabgeordnete und Kandidat für die am 7. Juni stattfindenden Europawahlen, Elmar Brok, war zur Begrüßung der Radfahrergruppe erschienen. "Ich freue mich über diese Aktion, bringt sie doch Europa ein Stück näher an die Menschen", sah Elmar Brok den symbolischen Wert der Tour. Die Mehrheit der Menschen sei sicherlich für das vereinte Europa, doch viele nicht für das Europa der Institutionen in Brüssel. Brok sprach sich insbesondere gegen übertriebene Regelungen aus Brüssel aus. Dabei hatte er eine gute Nachricht für den stellvertretenden Bürgermeister Dietrich Honvervogt mitgebracht, der im Hauptberuf Bäckermeister ist. "Die Salzregelung im Brot kommt nicht", so Brok, der damit Honervogts Kritik entschärfen konnte. Seit einer Woche ist die Gruppe unterwegs. Gestartet war sie in Brüssel. Von Paderborn aus ging es über Detmold, wo das Hermanndenkmal besichtigt wurde, zum Etappenziel nach Hameln. Insgesamt legen die Radfahrer etwa 2000 Kilometer von Brüssel bis nach Braniewo an der Ostgrenze Polens zurück. Die Gruppe war bereits am Samstagabend aus Dortmund kommend in Paderborn angekommen und hatte im Hotel "Zur Mühle" übernachtet.