Experten unterstützen Projekt "Integriertes Handlungskonzept Innenstadt"

Stadtplanungsamt lädt zur Mitarbeit auf

Im Rahmen der Erstellung des ‚Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt’ soll insbesondere den ökonomischen, baulichen sozialen und demografischen Herausforderungen Paderborns begegnet werden. Hierbei ist die Beteiligung der Fachöffentlichkeit ein erster wichtiger Schritt, um zu sehen, wo jeweils der Schuh drückt. Die Paderborner Innenstadt wird zunächst von vielen Experten bereits als außerordentlich vorzeigbar bezeichnet. Fachleute aus den Bereichen Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Verkehr, kirchlichen und sozialen Einrichtungen, des Handels und etlichen weiteren Institutionen die in den letzten Tagen vom Stadtplanungsamt befragt wurden, sahen jedoch auch weiteren Entwicklungsbedarf. „Mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen haben wir sehr viel versprechende Gespräche geführt. Ich möchte mich bei allen Beteiligten nochmals sehr herzlich für all die wichtigen Informationen, die uns in spannenden Stunden und in vertrauensvollen Gesprächen an die Hand gegeben wurden, bedanken“, hebt Volker Schultze, Leiter des Stadtplanungsamtes hervor. Der aufgenommene Gesprächsfaden soll auch möglichst nicht abreißen. Alle Beteiligten haben ihr Interesse an weiterem Gedankenaustausch zum Wohle und zur Weiterentwicklung Paderborns signalisiert. Wichtige städtebauliche Themen für die Paderborner Innenstadt wie die Attraktivierung des Königsplatzes, Umgestaltung des Domplatzes, Stärkung des Paderquellgebietes als ‚Grüne Lunge’ sowie die Entwicklung eines Konzeptes zur Steigerung der Innenstadt als Wohnstandort waren bereits vorgegeben. Zwischen den unterschiedlichen Nutzungen in der Innenstadt wie Wohnen, Handel, Kultur, Veranstaltungen, Verkehr gibt es ohne wauch Konflikte. Jeder Bereich hat zunächst seine isoliert betrachteten Interessen, die jedoch mit anderen Vorstellungen in Einklang zu bringen sind. In diesem Zusammenhang war auch der Einwand bemerkenswert, dass die Innenstadt insgesamt vor allem durch Verkehrslärm zu laut sei. Die Grundstückspreise liegen zu oft in Größenordnungen, die eine attraktive, renditeträchtige Wohnbebauung zu angemessenen Verkaufspreisen oder Mieten unmöglich machen. Hierdurch wird der Wunsch der Bevölkerung nach innerstädtischem und bezahlbarem Wohnraum nur mit viel Aufwand zu erfüllen sein. Die Innenstadt barrierefrei zu erreichen und eine kleinteilige Nahversorgung vorzufinden, waren besonders vor dem Hintergrund des Älterwerdens der Bevölkerung aber auch für behinderte Menschen ein weiteres wichtiges Anliegen. Die Projektbeteiligten am "Integrierten Handlungskonzept Innenstadt" im Stadtplanungsamt, Birgit Rohe und Werner Wiepen, rufen auch die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an dem Diskussionsprozess zu beteiligen. Dies ist über das Internet unter www.paderborn.de möglich. Aber auch Anregungen in Schriftform an das Stadtplanungsamt Paderborn sind gerne gesehen.