Eugen Spratte feiert 80. Geburtstag
Paderborns Kulturleben entscheidend mit gepägt
Harmonie bestimmt sein Leben. Das galt für den Umgang mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das galt ganz besonders auch bei seiner großen Leidenschaft, der Musik: Eugen Spratte, langjähriger Leiter der Städtischen Musikschule und des Motettenchores und des Collegium musicum, hat Paderborns Musiklandschaft ganz entscheidend mit gestaltet, vieles trägt seine Handschrift. Am Dienstag, 6. Oktober, feiert Eugen Spratte im Caféhaus Plückebaum, Am Abdinghof 32, seinen 80. Geburtstag. Nach seinem Musikstudium am Konservatorium Osnabrück wurde er zunächst Lehrer an der Musikschule Osnabrück, dann stellvertretender Leiter der Musikschule Hannover, anschließend baute er als Leiter die Musikschule Wuppertal auf. 1968 wurde Eugen Spratte zum Leiter der der damaligen Jugendmusikschule Paderborn gewählt, die unter seiner Regie zur Städtischen Musikschule wurde. Als 1994 in Pension ging, hatte „seine“ Musikschule gemäß den Anforderungen und Richtlinien des Verbands Deutscher Musikschulen organisiert, die musikalische Früherziehung eingeführt und eine Tanzabteilung gegründet. 1971 rief er das Sinfonieorchester ins Leben und leitete es 22 Jahre. Dass 1986 das Internationale Jugendsinfonieorchester der Partnerstädte Bolton, Le Mans und Paderborn sein Premierenkonzert gab, ist maßgeblich Eugen Spratte zu verdanken. Er hatte diese Idee immer voran getrieben und stand auch persönlich am Dirigentenpult. Für seine Verdienste für das Kulturleben der Stadt Paderborn wurde Eugen Spratte vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.