Lärmschutz kommt
Inselbadstadion
Das Inselbadstadion soll zur zentralen innerstädtischen Sport- und Freizeitanlage ausgebaut werden. Entsprechende Beschlüsse sind in den Gremien der Stadt bereits gefasst worden. Dabei sollen unter anderem neben zwei Kunstrasenplätzen, ein Kunstrasenkleinspielfeld und ein neues Vereinsheim entstehen. Die Aufwertung dieser nach dem Kriege entstandenen Sportfläche macht einen umfangreichen Lärmschutz notwendig. Kernstück ist dabei die etwa 450.000 Euro teure Lärmschutzwand, die auf den bereits existierenden Wall gesetzt werden soll. Diese Wand war und ist in den städtischen Planungen vorgesehen, trotzdem hatte die Stadt in zwei Anwohnerversammlungen dafür geworben, auf die Wand zu verzichten, sofern die Anwohner damit einverstanden sind. Als Gründe führte sie Fachleute an, die davon ausgehen, dass der Straßenlärm vom Fürstenweg größer sei, als der Lärm vom umgebauten Stadion. Außerdem müssten beim Bau der Wand 20 Bäume weichen. Hinzu kommt der optische Aspekt: Auf den ohnehin schon drei Meter hohen Wall zur Fürstenallee kämen auf einer Länge von etwa 400 Metern so genannte Gambionen - mit Steinen gefüllte Metallkäfige - in einer Höhe von 3,50 Metern. Der städtische Vorschlag - die Vorbereitungen für die Wand zu treffen, die Wand selbst nur zu errichten, wenn es Anwohner ausdrücklich wünschen - fand in den beiden Anwohnerversammlungen großen Zuspruch. Um in dieser Sache Klarheit zu bekommen, war vereinbart worden, sechs Monate abzuwarten, damit all jene ihre Meinung äußern können, die nicht die beiden Versammlungen besucht hatten. Inzwischen haben die Stadt Paderborn fünf Schreiben von Anwohnern erreicht, die darauf bestehen, dass die Lärmschutzwand errichtet wird. Auf Grundlage der bisherigen Planungen wird voraussichtlich im März des kommenden Jahres mit dem Bau der Lärmschutzwand am Inselbadstadion begonnen.