„Die Prager Flüchtlinge 1989 auf dem Truppenübungsplatz Senne“
Werkstattgespräch mit Uwe Pieczek am Sonntag, 11 Uhr, im Audienzsaal
Am 3. Oktober 1989 erhielt der damalige Leiter des Verbindungs- und Truppenübungsplatzkommandos Sennelager, Oberstleutnant Uwe Piesczek, den Auftrag, das Lager Staumühle auf dem Truppenübungsplatz Senne für die Aufnahme von DDR-Übersiedlern aus Prag vorzubereiten. Es gelang, innerhalb von wenigen Tagen über tausend Übersiedler aufzunehmen und zu versorgen. Uwe Piesczek berichtet am Sonntag, 25. Oktober, ab 11 Uhr im Audienzsaal Schloß Neuhaus über die einmalige logistische Leistung der Bundeswehr und Zivilbehörden. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Unüberwindbar? Die innerdeutsche Grenze und ihre Wahrnehmung 1945 – 1990“ im Historischen Museum im Marstall statt. Die Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, gefördert von der Stiftung Aufarbeitung, erinnert an die Opfer und vermittelt die Bedeutung der innerdeutschen Grenze für die Geschichte Deutschlands und Europas, sie soll an die Zeit der Teilung und das DDR-Unrecht sowie deren Überwindung erinnern. Sie wird durch Aspekte und Ereignisse mit konkretem Bezug zu Paderborn ergänzt, die gemeinsam vom Stadtarchiv und dem Historischen Museum im Marstall aktualisiert wurden. So fanden auf dem Truppenübungsplatz Senne im Oktober 1989 zahlreiche DDR-Aussiedler, die über die Prager Botschaft ausreisten, ihre erste Unterkunft. Dieses ist in der Ausstellung durch Filmdokumente, Fotos, Texttafeln, Video- / Hörstationen und Originalexponate anschaulich dokumentiert. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gruppen werden um Anmeldung gebeten, Schulklassen wird ein museumspädagogisches Programm angeboten (Telefon: 0 52 51 / 88 10 52. Die Ausstellung wird begleitet von Lesungen, Vorträgen sowie von einem Jugendtheater- Projekt.