Rikus-Fassade war Thema
Heimatverein bei Bürgermeister Heinz Paus
Vertreter des Heimatvereins haben in einem Gespräch mit Bürgermeister Paus deutlich gemacht, dass sie das Rikus- Fenster am Gebäude der Westfälischen Kammerspiele für schützenswert erachten. In dem Gespräch, an dem auch der erste stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Dieter Honervogt, teilnahm, betonten Gerhard Sander, Klaus Hohmann und Professor Hubert Krawinkel für den Heimatverein, dass sie die Planungen der Volksbank Paderborn- Höxter- Detmold eG zum so genannten zweiten Bauabschnitt für städtebaulich äußerst gelungen halten. Die Schaffung einer neuen Platzsituation vor dem Neubau der Kammerspiele werte diesen Bereich der Innenstadt erheblich auf. Einzig der vorgesehene Wegfall des Rikus-Fensters in der neuen Fassade des Volksbankbaus stelle aus Sicht des Heimatvereins einen Mangel dar. Aus diesem Grund habe der Heimatverein die Unterschutzstellung des Rikus- Fensters als Denkmal beantragt bzw. eine Stellungnahme im Rahmen des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplanes abgegeben. Der Heimatverein regte zudem an, einen Wettbewerb für die Gestaltung einer neuen Fassade unter der Einbeziehung des Rikus- Fensters auszuschreiben. Bürgermeister Paus sagte zu, die Anträge bzw. Anregung des Heimatvereins an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Er machte gegenüber den Vertretern des Heimatvereins aber auch deutlich, dass er sich nicht aktiv für den Verbleib des Rikus-Fensters im Kötterhagen einsetzen werde. Es sei der Volksbank als Eigentümerin des Gebäudes überlassen, wie mit dem Rikus-Fenster umgegangen werden soll. Der zweite Bauabschnitt sei im Vorfeld von der Volksbank in intensiven Gesprächen mit den Fachleuten der Stadt, der Denkmalpflege und weiteren Experten erarbeitet worden. Dies zeige, dass sich die Volksbank der großen Verantwortung die dieses Bauvorhaben mit sich bringe, sehr bewusst sei. Er begrüße es, wenn die Volksbank jetzt das Gebäude insgesamt von der äußeren Erscheinung her überarbeite, um hierdurch ein einheitliches Aussehen im stimmigen Kontext zum Umfeld zu erreichen. Dazu gehöre dann allerdings auch, dass das große Rikus-Fenster so nicht beibehalten werden könne. Er sei gerne bereit, mit darüber nachzudenken, ob und wo eine alternative Verwendung des Rikus-Fensters möglich sei.