Mehr Service am Telefon
Telefon-Service-Center der Stadt bringt viele Vorteile
Weniger Warte- und Wegezeiten für die Bürgerinnen und Bürger, mehr Flexibilität bei vielen Telefonaten und die Basis, um sich an der künftigen einheitlichen Behördennummer 115 beteiligen zu können. Das sind Vorteile, die sich die Stadt Paderborn von der Einführung eines Telefon-Service-Centers (TSC) verspricht. Seit dieser Woche landet jeder, der die städtische Rufnummer 88-0 wählt, automatisch dort. Dass die erwarteten Vorteile durchaus realistisch sind, konnte jetzt bei der offiziellen Einweihung der im Technischen Rathaus an der Pontanusstraße untergebrachten Einrichtung bereits festgestellt werden. Denn wie Projektleiter Raimund Michaelis mitteilte, sei der geplante Service-Level in der Probephase bereits übertroffen worden. Ursprünglich wollte man 80 Prozent der Anrufe innerhalb von 30 Sekunden Wartezeit annehmen. Es sei aber gelungen, 85 Prozent der Anrufe in durchschnittlich 15 Sekunden Wartezeit entgegenzunehmen. Bei der Eröffnung des Telefon-Service-Centers machte Bürgermeister Heinz Paus darauf aufmerksam, dass die Stadtverwaltung in vielen Bereichen einen guten Service biete, lediglich telefonisch nicht optimal erreichbar sei. Etwa nur die Hälfte der Anrufer erreichte einen Ansprechpartner. "Das wollen wir durch das Telefon-Service-Center ändern", so Paus. Erfahrungen anderer Städte zeigten, dass durch solch ein Service-Center bis zu 80 Prozent der dort eingehenden Anfragen abschließend bearbeitet werden können. Die Paderborner Stadtverwaltung baut dabei auf Qualität und Kundennähe. Alfred Jolk, Haupt- und Personalamtsleiter der Stadt: "Wir haben deshalb kein Call-Center mit austauschbarem Personal, sondern geschulte und gutausgebildete Fachkräfte, die mit Hilfe einer umfangreichen Wissensdatenbank diese Anfragen beantworten." Unter der zentralen städtischen Rufnummer kümmern sich insgesamt neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter zwei Teilzeitkräfte, im Schichtbetrieb montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung zum TSC versetzt worden. Das Telefon-Service-Center hat nicht nur die Aufgaben der bisherigen Telefonzentrale und der Telefonzentrale vom Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb übernommen, sondern bietet auch tiefergehende Dienstleistungen an. So werden beispielsweise Auskünfte aus dem Melderegister und dem Gewerberegister gegeben. "Wir planen unter anderem auch eine 'Knöllchen-Hotline', wo wir einzelne Angaben zum Verstoß machen können", so Raimund Michaelis. Der Umbau der Räume für das TSC an der Pontanusstraße hat 55.000 Euro gekostet. "Mittelfristig rechnen wir damit, dass sich unsere Investition rechnet, da wir die Fachämter entlasten und damit Kapazitäten für andere Aufgaben schaffen", so Heinz Paus.