Libori zum Geburtstag
Delegationen aus den Partnerstädten begeistert
Als am Sonntagabend die Delegationen aus den Paderborner Partnerstädten im Remter der Stadtverwaltung ihren Libori-Aufenthalt ausklingen ließen, waren die Gäste des Lobes voll. "Die Menschen hier verstehen etwas vom Feiern", war sich John Byrne sicher. Der amtierende Bürgermeister aus der englischen Partnerstadt Bolton hatte es sich nicht nehmen lassen und war, obwohl er am Samstag selbst Geburtstag feierte, nach Paderborn gekommen. Eine Geste, die Paderborns Bürgermeister Heinz Paus durchaus zu würdigen wusste, ihn aber gleichzeitig auch darauf aufmerksam machte, dass man ihm mit Libori doch wohl ein angemessenes Geschenk bereitet habe. Viel Lobendes fand auch Robert Choma, Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Przemysl, in seiner kurzen Ansprache im Remter. Seit 15 Jahren gestalte er die Freundschaft zwischen den beiden Städten aktiv mit. Sie habe sich in dieser Zeit sehr gut entwickelt. Dies sei insbesondere auch Heidi Wernerus-Neumann, der Präsidentin des Deutsch-Polnischen Freundeskreises, Altbürgermeister Wilhelm Lüke und Bürgermeister Heinz Paus zu verdanken. Bei einem Empfang im Paderborner Rathaus hatte Choma am Samstag ehrenamtlichen Helfern des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerkes gedankt. Sie hatten im Auftrag der Europäischen Union in Polen beim Kampf gegen das Hochwasser geholfen und waren deshalb von Bürgermeister Heinz Paus eingeladen worden. Wie wichtig die Verbindung zu Paderborn ist, betonte beim Abschlussabend im Remter der Paderborner Stadtverwaltung Janos D. Halasz, stellvertretender Bürgermeister aus Paderborns ungarischer Partnerstadt Debrecen. Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Sandor Nagy und Gyula Szabo sowie der Partnerschaftsreferentin Anita Stiegelmayer war er nach Paderborn gekommen. Vom Blumenkarneval in Debrecen sei man einiges gewöhnt, doch Libori habe großen Eindruck auf ihn gemacht, so Halasz. Angetan waren die Gäste aus den Partnerstädten von der Foto- und Bilderausstellung im Paderborner Rathaus. Dort wurden Fotos aus den Partnerstädten sowie Kunstwerke aus der Ausstellung "Boomerang" gezeigt. Paderborner Künstlerinnen hatten bei diesem Ausstellungsprojekt Werke in die Partnerstädte geschickt. Inspiriert davon ergänzten die dortigen Künstlerinnen die Ausstellung mit ihren Werken und schickten das Ganze wieder nach Paderborn zurück.