Auch für Ältere interessant

Paderborner Hörzeitung

Die Paderborner Hörzeitung für Blinde wird immer mehr auch für ältere Menschen interessant. Wenn die Sehkraft nachlässt und das tägliche Zeitungsstudium schwerer fällt, könnte die vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing herausgegebene CD eine gute Alternative sein. "Unsere Hörzeitung für Blinde und Sehbehinderte nutzen zunehmend ältere Menschen, um sich über Neues in Paderborn und Umgebung zu erkundigen", weiß Nadja Schukies. Die Auszubildende im Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing produziert gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Menke und knapp 40 ehrenamtlichen Sprecherinnen und Sprechern die 90 Minuten lange CD. Jeweils montags werden die Informationen aus der letzten Woche mit dem Computer und Mischpult aufgenommen und über das Internet zur Kopierzentrale in Holzminden geschickt. Früher musste die mit Hilfe von knapp 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern besprochene Kassette mit der Post auf die Reise nach Holzminden gehen, was nicht selten zu Verzögerungen führte. Die Audio-Cassette hat nunmehr ausgedient. Für Blinde und Sehbehinderte war sie mehr als drei Jahrzehnte ein wesentlicher Teil der Informationsvermittlung: Erst die Cassette machte Zeitungen zum Hören möglich. Nun hat im Bereich der Medien für Blinde und Sehbehinderte die digitale Technik Einzug gehalten. Nach einer mehrjährigen Übergangsfrist kann nun auch die Kopiertechnik für Cassetten ins Museum wandern – die CD im MP3-Format ist an ihre Stelle getreten. Der Verein ATZ e.V. – Hörmedien für Sehbehinderte und Blinde – in Holzminden, der als Partner der Stadt Paderborn die lokale Hörzeitung für die Abonnenten kopiert, folgt damit nicht nur technischen Sachzwängen. Vielmehr schaffen die neuen technischen Möglichkeiten auch Entwicklungschancen für die Blindeninformation. Auf der CD ist nicht nur fast beliebig viel Platz für ausführlichere Berichte. Sie kann auch ganz speziell gegliedert werden, so dass sich die Nutzer auch in sehr umfangreichen Hörmedien leicht zurecht finden; sie blättern gewissermaßen in ihrer Hörzeitung. Mit jedem MP3-fähigen CD-Spieler kann man die „neue“ lokale Hörzeitung nutzen; wer die Zeitung nicht mehr mit eigenen Augen lesen kann, bekommt auf Wunsch gerne eine kostenlose Hörprobe. Alle technischen Möglichkeiten der neuen digitalen Technik kann man mit sogenannten „Daisy-Spielern“ nutzen, die es im Handel für Blindenhilfsmittel gibt. Wer die Hörzeitung zur Probe abonnieren möchte, kann sich an Nadja Schukies vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing unter der Rufnummer 05251/88-2090 bzw. per Mail "n.schukiespaderbornde" wenden. Die Jahresgebühr für die wöchentlich erscheinende Hörzeitung beträgt 34,80 Euro.