Mehr Flächen für Windräder

Flächennutzungsplan wird am 15. Februar offengelegt

Mehr Flächen für Windräder in den entsprechenden Konzentrationszonen - das ist der Hintergrund für die Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Paderborn. Vom 15. Februar bis zum 15. März sind diese Änderungen in der sogenannten Offenlage und damit für jedermann einsehbar. Im Technischen Rathaus an der Pontanusstraße 55 werden die Planungen vom Stadtplanungsamt auf Wunsch auch erläutert. Nach vorausgegangenen Untersuchungen, Informationsveranstaltungen und der sogenannten frühzeitigen Beteiligung der Bürger und Behörden stellt die Stadt Paderborn die neuen Planungen über die Erweiterung der Windkonzentrationszonen im Stadtgebiet jetzt erneut vor. Die neue Planung sieht vor, dass die Flächen für Windkraftstandorte von etwa 250 Hektar auf etwa 450 Hektar fast verdoppelt werden. Dadurch können effizientere und leistungsstärkere Windkraftanlagen (Repowering) eingesetzt werden. Die Offenlage bezieht sich lediglich auf die Änderung des Flächennutzungsplanes hinsichtlich der erweiterten Konzentrationszonen für Windenergienutzung. Die ebenfalls durch den städtischen Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt beschlossene Offenlage über die Aufhebung der Bebauungspläne zum Thema Windenergie in Dahl und Benhausen ist derzeit noch nicht Gegenstand des Verfahrens. Für Neuenbeken ist in vielen Gesprächen vor Ort unter Einbeziehung der bestehenden Windkraftanlagen ein Repowering-Konzept bei gleichzeitiger Verdoppelung der Konzentrationsfläche erarbeitet worden. Grundlage des Repowering-Konzeptes, das unter maßgeblicher Moderation des Ortsvorstehers und Ratsherrn Helmut Pütter erarbeitet wurde, war neben der Ermittlung von Ertragsoptimierung ebenso die Verträglichkeit bezüglich der Emissionen. Die von den Windrädern ausgehenden Geräusche dürfen beispielsweise das Wohnen im Außenbereich nicht beeinträchtigen. Da in Neuenbeken kein Bebauungsplan mit konkreten Angaben von Standort und Höhenentwicklung bestand, war man im Rahmen des Repowering auf ein tragfähiges und abgestimmtes Konzept angewiesen. Ein Schlüssel für die Verteilung von Windkraftstandorten war die Größe der eingebrachten Fläche, da sich zukünftig zumindest bei sehr großen Anlagen mehrere Landeigentümer/Interesssenten einen Standort teilen sollten. In Dahl und Benhausen beruhen die bestehenden Windkraftanlagen auf Festsetzungen der Ende der 90er Jahre rechtskräftig gewordenen Bebauungspläne. Mit den jetzt für die Offenlage vorbereiteten Erweiterungen der Windkonzentrationszonen auf der Ebene der Flächennutzungsplanung, die auch die bestehenden Bebauungspläne überdecken würden, bestünde zukünftig widersprüchliches Recht bezüglich der Weiterentwicklung (Repowering) von Windkraftanlagen. Ziel ist es daher, wie bereits in den Informationsveranstaltungen des Stadtplanungsamtes gegenüber den potenziellen Windkraftbetreibern aus den Gemarkungen Dahl und Benhausen ausgesprochen, erst bei Vorliegen von tragfähigen und abgestimmten Repoweringkonzepten – ähnlich wie in der Gemarkung Neuenbeken - die bestehenden Bebauungspläne aufzuheben. Ein Ausgleich der Interessen und der wirtschaftlichen Vorteile zwischen Anlagenbetreibern und benachbarten Landeigentümern findet beispielsweise in Dahl über sogenannte Pachtumlagegesellschaften statt. Dieses Instrumentarium hat sich bewährt und sollte bei Repowering-Maßnahmen und der Auswahl neuer Standorte weiterentwickelt werden