15.000 Klicks zum Lärm
Lärmaktionsplanung trifft den Nerv der Paderborner
15.000 Klicks in acht Wochen zum Thema Lärm auf der städtischen Internetseite „www.paderborn.de“ sprechen eine deutliche Sprache. Mit ihrer Lärmaktionsplanung hat die Stadt Paderborn den Nerv der Menschen in der Stadt getroffen. Wie eine erste Auswertung der Bürgerbeteiligung zur Lärmaktionsplanung zeigt, haben 541 Bürgerinnen und Bürger aktiv teilgenommen. Sie haben sich entweder an der Online-Befragung beteiligt, einen Vorschlag per Post geschrieben oder den Fragebogen zur Lärmaktionsplanung ausgefüllt. Eine überschlägliche Auswertung der Online-Bürgerbefragung ergab, dass sich etwa 35 Prozent der Bürgerinnen und Bürger durch den Straßenlärm der A 33 und etwa sieben Prozent durch den Straßenlärm der B 64 sowie etwa zwölf Prozent durch den Eisenbahnlärm gestört fühlen. Als Vorschlag zur Lärmminderung zum Beispiel entlang der Autobahn A 33 gaben viele eine Erhöhung oder Verlängerung der Lärmschutzwände an. Lärmschutz wird an bestehenden Straßen als freiwillige Leistung auf der Grundlage haushaltsrechtlicher Regelungen gewährt. Aber auch ein lärmmindernder Straßenbelag - im Volksmund auch „Flüsterasphalt“ genannt – wurde vorgeschlagen. Lärmmindernde Fahrbahnbeläge, wie offenporiger Asphalt, der seit vielen Jahren erfolgreich und nach anerkannten Regeln eingesetzt wird, mindern die Abrollgeräusche der Reifen und tragen so zu einer Verringerung der Lärmbelastung bei. Dieser Asphalt entfaltet sein lärmminderndes Potenzial aber erst bei höheren Geschwindigkeiten. Zum Einsatz kommt er deshalb auf Autobahnen. Innerorts und bei geringen Geschwindigkeiten unter 50 km/h gibt es seit jüngster Zeit mit lärmminderndem Asphalt erhebliche Fortschritte. Dieser Straßenbelag befindet sich aber derzeit noch in der Forschung und Erprobung. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass ein ebener Fahrbahnbelages die Grundvoraussetzung dafür ist, dass wenig Lärm entsteht. Somit tragen schon heute die vom städtischen Straßen- und Brückenbauamt in Auftrag gegebenen Straßenbeläge, die den anerkannten Standard berücksichtigen, innerorts zur Lärmminderung bei. Die endgültige Auswertung der Bürgerbeteiligung zur Lärmaktionsplanung mit ausführlichen Ergebnissen wird für Mitte März vom Stadtplanungsamt erwartet.