Mit "Romeo und Julia"
Gymnasium Theodorianum hatte Besuch aus England
Seit drei Jahren verbindet das Gymnasium Theodorianum eine Freudschaft mit der Partnerschule im englischen Mildenhall, etwa 30 Kilometer von Cambridge entfernt. Jetzt weilte eine Gruppe aus England zu Besuch in Paderborn und wurde im Rathaus von Bürgermeister Heinz Paus empfangen. Die jungen Leute hatten während ihres Aufenthalts in Paderborn jedoch nicht nur die Erkundung der Stadt im Auge. Ein gemeinsames Projekt bestimmte maßgeblich ihr Tun. Auf Shakespeares Spuren wandelten nämlich sowohl die deutschen wie auch die englischen Schülerinnen und Schüler. Während die Schüler vom Theodorianum einen Film über den Klassiker drehten und dazu bei einem vorhergehenden Besuch in England gleich auch noch englische Akteure einbauten, brachten die englischen Schüler das Werk auf die Bühne. "Da unser pädagogisches Anliegen immer war, die Schüler etwas gemeinsam bearbeiten zu lassen und die beiden Länder als Thema mit einzubeziehen, stellten sich die jungen Leute der Aufgabe, das klassische Stück in ein modernes umzuschreiben", so die verantwortliche Lehrerin Birgit Brockhoff. Das Stück wurde in das moderne Deutschland verlegt, mit Julia als englische Austauschschülerin und Romeo als "waschechten" Deutschen. Wie im klassischen Vorbild, so gab es auch im modernen Stück Probleme zwischen den Familien, die aus der Geschichte der beiden Länder und der ewigen Rivalität im Fußball resultierten. Letztlich wurde das Projekt ein Erfolg. Daran haben nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Lehrer Max Hardcastle und Kim Brown auf englischer Seite sowie Birgit Brockhoff und Irene Schmidt auf deutscher Seite großen Anteil. Dass beide Seiten auch wirklich nichts dem Zufall überließen, dafür sprechen die regelmäßigen Videokonferenzen, in denen man sich über den Stand des Projektes austauschte.