West Side Story trifft "Romeo und Julia"
Füreinander-Miteinander" - Tanzprojekt Paderborner Schulen in der Kulturwerkstatt
Am Sonntag, 20. Juni, präsentieren um 17 Uhr Schülerinnen und Schüler von Paderborner Schulen im großen Saal der Kulturwerkstatt Paderborn das Tanztheater Projekt „Füreinander-Miteinander“ für Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene. Das Stück über Bandenkrieg, Mobbing, Integration, Liebe und Hass nach Motiven aus der „West Side Story“ und „Romeo und Julia“ spielt in einer deutschen Schule. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Die Präsentation ist das Resultat mehrerer Monate intensiven Trainings. Beteiligt sind 20 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen: Mastbruchschule Bonifatius-Zentrum, Archenholdschule Lichtenau, Berufsschule BK-Senne Bielefeld, Reismann-Gymnasium, Gymnasium St. Michael und Goerdeler-Gymnasium. Sie tanzen in den Tanzstilen Modern Ballet, Modern Jazz, HipHop und Break Dance. Veranstalter und Initiator des Projekts ist der TSC Blau Weiß im TV 1875 Paderborn. Gefördert wird das Projekt im Rahmen von „Tanz OWL“ vom Land NRW und der Stadt Paderborn. Weiterhin erhielt der TSC Blau Weiß ein Förderpaket im Rahmen der Aktion „Ideen werden Wirklichkeit - 100 Förderpakete für Vereine in der Region!" der E.On Westfalen Weser AG. Anita Driller, erste Vorsitzende des TSC Blau Weiß Paderborn, ist glücklich mit dem Projekt: „Unser Tanzsportclub besitzt bereits das Prädikat „Schulsportbetonter Verein“ des Deutschen Tanzsportverbandes. Mit dem neuen Projekt treiben wir das voran und fördern Tanz als Sport und Kunstform, aber mindestens ebenso die soziale, intellektuelle und körperliche Entwicklung der beteiligten Jugendlichen. Und genauso wichtig: Spaß machte es auch.“ Für Regie und Choreographie wurde Philip Lansdale gewonnen. Der Engländer studierte an der Royal Ballet School in London, war Tänzer beim English National Ballet, am Northern Ballet Theatre Manchester, bei der Batscheva Dance Company in Israel, am Bonner Theater und am Staatstheater Hannover. Immer mehr übernahm er auch Aufgaben als Trainingsleiter und Choreograph. 1987 wechselte er ganz in dieses Fach und war bis 1991 Ballettdirektor am Staatstheater Saarbrücken, danach an der Opera de Normandie in Rouen und schließlich 1998 bis 2005 am Theater Bielefeld. Als Choreograph arbeitete er auch in Japan für das Hikasa Ballet und in Frankreich an den Opernhäusern von Avignon, Nancy und Rennes. Daneben entfaltete er eine intensive Lehrtätigkeit. Seine Kompetenz und seine gewonnene Erfahrung bringt Philip Lansdale heute in einer Ballettschule und in Tanzsportclubs in OWL ein, unter anderem im TSC Blau Weiß im TV 1875 Paderborn e.V. Tanzstunden für das Projekt gab darüber hinaus Elena Krüger, Trainerin für Jazz- und Modern Dance. Paderborns Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner ist voll des Lobes: „Füreinander- Miteinander ist ein Vorzeigeprojekt. Toll, wie kulturelle Bildung hier im ursprünglichsten Sinne aus Körper, Geist und Seele zusammengeht. Die Paderborner Projekte in 'Tanz OWL' zeigen begeisternd viele Facetten. Die hohe Kompetenz der künstlerischen Leitungen ist wichtig für die Teilnehmenden. Gut, dass wir den vorgeschriebenen kommunalen Eigenanteil zu den Landesmitteln beisteuern und somit entscheidend helfen können, dass die Projekte möglich werden.“ Nähere Infos gibt es auch unter den Internetadressen www.tanz-owl.de und www.tanzsport-paderborn.de.