Gegen Einsparungen bei Bildung und Kultur

Schüler übergaben Brief an Bürgermeister Heinz Paus

© Stadt Paderborn

Gegen Einsparungen im Kultur- und Bildungsbereich im Rahmen der Haushaltskonsolidierung der Stadt Paderborn sprach sich die Bezirksschülervertretung aus. Einen entsprechenden Beschwerdebrief übergaben Alexa Böckel, Jamie Hall-Brunton und Jakob Keienburg an Bürgermeister Heinz Paus. Natürlich müsse gespart werden, es sei jedoch nicht zu verantworten, dass dies zu Lasten zukunftstragender Generationen geschehe, so die Schüler in ihrem Brief. Immer neue Schulden zu machen, gehe immer auch auf Kosten der künftiger Generationen, nahm Bürgermeister Heinz Paus das Argument auf. Sehr frühzeitig, nämlich noch vor der Kommunalwahl im August des letzten Jahres habe er den Rat über die dramatische Haushaltsentwicklung informiert. Unmittelbar danach sei ein entsprechender Auftrag das Unternehmen Rödl & Partner erteilt worden, um Sparpotentiale im Haushalt zu finden. Seit vier Wochen seien die von dem Unternehmen unterbreiteten 52 Sparvorschläge in der Öffentlichkeit bekannt und auch für jedermann im Internet nachlesbar, wies der Bürgermeister den Vorwurf zurück, dass diese Informationen nur schwer zugänglich seien. Ausführlich ging Paus auf die Situation mit den Elternbeiträgen in den Kindertagesstätten ein. Hier seien keine generellen Erhöhungen geplant, sondern eine gerechtere Staffelung der Beiträge. Bis 25.000 Euro Familienjahreseinkommen müsse kein Beitrag gezahlt werden, dafür müssten Besserverdienende mehr zahlen. Bei allen Sparbemühungen gelte es jedoch die Attraktivität Paderborn stets im Blick zu haben, so Paus, der abschließend unterstrich, dass sich der Rat auch beim Sparen um einen Ausgleich aller Interessen in der Stadt bemühen müsse.