Zehn Jahre Radstation
Jubiläum am Hauptbahnhof
Im März 2000 ging die Radstation Paderborn im Rahmen des Landesprogrammes "100 Radstationen für NRW" an den Start. Seitdem wird sie von der Paderborner Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit (Pigal) e.V. mit Unterstützung der Stadt Paderborn betrieben. Zum zehnjährigen Bestehen gratulierte Bürgermeister Heinz Paus und lobte das Angebot des sozialen Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes. Acht Mitarbeiten mit sogenannten Brückenjobs sind hier beschäftigt. Im Rahmen des Projektes sollen Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsalltag zurückfinden und zugleich den Umgang mit Kunden in einem umweltfreundlichen Dienstleistungsbereich lernen. "Unsere Radstation ist im Vergleich zu anderen gut aufgestellt", weiß Helga Weber, 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit Pigal e.V. Das Angebot besteht aus 160 Dauerstellplätzen, 20 Einzelstellplätzen, sowie 20 Mietfahrrädern. Im Zwei-Schicht-Betrieb hat die Einrichtung von 5.30 bis 22.30 Uhr in der Woche und von 7 bis 21 Uhr samstags, sonntags und an Feiertagen für die Radannahme und -ausgabe geöffnet. Die Werkstatt ist montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Eine Abstellbox fürs Fahrrad kostet im Jahr 70 Euro, ein Tagesticket für die Aufbewahrung des Rades 70 Cent. Helga Weber, die angesichts der Umbaupläne am Bahnhof auf eine ungewisse Zukunft der Station aufmerksam machte, dankte für die Unterstützung der Stadt und ARGE. Bürgermeister Heinz Paus machte deutlich, dass die Radstation eine wichtiger Anlaufpunkt am Bahnhof geworden ist. "Wir müssen die Stadt für Radfahrer weiter optimieren", so Paus. Er erinnerte daran, dass die Radstation, sofern die Gespräche über die die grundlegende Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes erfolgreich sind, eine Zukunft in dem dann wohl wieder auf die Tagesordnung rückenden Parkhaus am Bahnhof haben könnte. Lob für die Radstation gab es auch von Hermann-Josef Bentler, stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit im Kreis Paderborn (ARGE). Die Radstation sei unter dem Blickwinkel der Qualifikation für den ersten Arbeitsmarkt sehr gut gelaufen, so Bentler.