Beispielhafte Runde

Runder Tisch hat Jugendarbeit auf Lieth und Kaukenberg im Blick

© Stadt Paderborn

"Wir nehmen die Dinge im Stadtteil gemeinsam in den Blick und gucken, wo der Schuh drückt". Kurz und prägnant brachte Dechant Benedikt Fischer das auf den Punkt, was die gut 25 Beteiligten einmal vierteljährlich zusammenführt. Es ist der Runde Tisch, der die Jugendarbeit auf der Lieth und dem Kaukenberg begleitet. Es sei eine beispielhafte Runde, die sich nun schon seit Jahren treffe, so der Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig weiter. So wie er sitzen viele seiner Tischnachbarn, die unter anderem aus Schulen, Kindergärten, Sportvereinen, kirchlichen Einrichtungen des Stadtteils kommen, seit langem in dieser Runde. Man kennt sich, achtet sich und schätzt die Meinung des Gegenübers. Unter Leitung von Elisabeth Voss, Leiterin des zuständigen Sozialbezirks beim Jugendamt der Stadt Paderborn, wird diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht. So wie auch zuletzt, als sich der Runde Tische im Jugendtreff No. 1 am Auenhauser Weg 1 traf. Mit am Tisch war auch Bürgermeister Heinz Paus. Er wolle zuhören und Dinge mitnehmen, so Paus, zu seinem Kommen. "Was können wir tun, um den Stadtteil für die Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu machen?", sei die Frage, die ihn sehr beschäftige und die auch all jene hier am Runden Tisch zusammenführe. Die Antworten auf diese Frage waren auch an diesem Nachmittag äußerst zahlreich und vielgestaltig. Da mahnten Jutta Vormberg, Geschäftsführerin und Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., und Dechant Benedikt Fischer angesichts des hohen städtischen Defizits die Erhaltung der Strukturen in der Jugendarbeit im Stadtteil an. Da regte Andreas Kotte von der Kaukenberg-Gemeinschaft e.V. an, sich bei Veranstaltungen noch besser abzustimmen, die Werbung insgesamt zu verbessern und mit einem gemeinsamen Flyer auf Wichtiges hinzuweisen. Da regte Ralf Legenhausen, Lehrer an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule und auch für den DJK Paderborn am Runden Tisch, an, eine gemeinsame Anlaufstelle und auch eine gemeinsame Internet-Plattform zu schaffen. Bei der Betreuung von Anlaufstelle und Plattform könnte, so der Vorschlag von Heinz Paus, ehrenamtliche Hilfe, wie beispielsweise vom "Markt der Möglichkeiten" bzw. der Aktion "Zeitspende" sinnvoll sein. In der Diskussion wies Brigitte Köhler-Thewes, didaktische Leiterin der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, darauf hin, dass angesichts der verstärkten Anmeldezahlen die Mensa der Schule erweitert werden müsse. "Wir sind mit unseren Ressourcen am Ende", appellierte sie eindringlich in dieser Sache. Heinz Paus versprach, dieser Sache noch einmal nachzugehen. Thema war außerdem auch, verstärkt Veranstaltungen aus der Stadt in den Stadtteil zu holen. Gabi von Wrede vom TV 1875 schlug neben einem integrativen Weihnachtsmarkt mehr Sportveranstaltungen sowie Open-Air-Veranstaltungen auf den vorhandenen Sportflächen vor. Sinnvoll, so Verena Kopp, Sozialarbeiterin vom Jugendamt der Stadt, könnte auch eine Kooperation mit der Paderborner Volkshochschule sein, um mehr Veranstaltungen im Stadtteil anbieten zu können.