Stadt sucht Familien für Bereitschaftspflege

Fortbildung war ein voller Erfolg

Sie haben eine große Verantwortung und müssen sich rasch auf Kinder einstellen können. Deshalb ist es wichtig, Familien zu schulen, die im Auftrag des Jugendamtes der Stadt Paderborn Kinder vorübergehend in Pflege nehmen. Für die so genannten Bereitschaftspflegefamilien führte das Stadtjugendamt Paderborn jetzt eine Fortbildungsveranstaltung im Hotel Aspethera durch. Als kompetente Referentin war dazu Dr. Martina Cappenberg aus Münster eingeladen, die über das Thema „Bindungsverhalten von Kindern in Bereitschaftspflegefamilien“ sprach. Die Psychologin berät Pflegefamilien und erstellt Gutachten für Gerichte. Sie vermittelte den Teilnehmern, wie auffälliges Verhalten von Kindern verstanden werden kann und welche Hilfen die Pflegepersonen dem Kind geben können. Die Bereitschaftspflegefamilien nahmen die Ausführungen sehr interessiert zur Kenntnis und verdeutlichten mit einer Reihe von Fragen, dass das Thema ein ganz wichtiges ist. Veronika Trautmann vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes: "Die Fortbildung war ein voller Erfolg, konnten wir doch nicht nur viele Anregungen, sondern auch auf eine ganze Reihe von Fragen Antworten geben." Bereitschaftspflegepersonen stellen sich dem Jugendamt auf Abruf für eine befristete Betreuung von meist kleinen Kindern und Säuglingen zur Verfügung. Die Kinder kommen aus sehr belasteten Situationen und bleiben bei der Pflegeperson bis die Perspektive geklärt ist. Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Paderborn sucht weitere Personen, die diese Aufgabe übernehmen können. Wer Einzelheiten dazu wissen möchte, kann sich mit Veronika Trautmann unter der Rufnummer 05251/881855 in Verbindung setzen.