Requiem mit Leidenschaft

Verdi-Stück am 17. November in der Paderhalle

© Werner Kmetitsch

Der November ist die Zeit der Requiem-Aufführungen: Nach den Aufführungen der Requien von Cherubini, Brahms und Fauré durch Chöre in Paderborn und Bad Lippspringe folgt am Mittwoch, 17. November, 19.30 Uhr in der Paderhalle die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi. Jedes der Stücke hat seine Besonderheiten. Verdis Requiem ist dabei sicher das leidenschaftlichste. Der Komponist stellt darin den Menschen in den Mittelpunkt, der sich hoch emotional an Gott wendet: flehend, trauernd, leidend, angsterfüllt, aber auch voller Hoffnung. Diese Form der Hinwendung zu Gott war Verdi stets wichtig, auch wenn er sich selbst als Atheist bezeichnete und der Institution Kirche kritisch gegenüber stand. Es singt der Städtische Musikverein Paderborn mit seinen Partnerchören aus Oelde und Ostbevern, es spielt die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Gesamtleitung hat Matthias Hellmons. Die Solisten haben als Opernsänger alle schon im Verdi-Fach an großen Bühnen gesungen. Dshamilja Kaiser (Mezzosopran), am Opernhaus Graz im Engagement, tritt in Paderborn mit ihrer ehemaligen Lehrerin Caroline Thomas (Sopran) von der Musikhochschule Detmold auf. Eine besonders emotionale Aufführung ist es für den Bassisten Mark Coles, denn er widmet sie Alice Riaboff, die vor kurzem in ihrer und seiner Heimatstadt San Francisco im Alter von 100 Jahren gestorben ist. Der großen Fördererin des Gesangsnachwuchses verdankt er viel. Der Tenor Thorsten Scharnke singt vor allem die großen Wagner-Partien und sang schon an der Sächsischen, Niedersächsischen, Hamburgischen und der Bayerischen Staatsoper sowie an den Deutschen Opern in Berlin und am Rhein. Karten gibt es im Vorverkauf noch im Paderborner Ticketcenter am Marienplatz, Telefon (05251) 299750.