Gerüstet sein für Plan-B

Vertreter von Rat und Verwaltung besuchte Kasernen der Briten

© Stadt Paderborn

"Die schönste Nachricht wäre, wenn Sie noch länger als 2020 bleiben würden. Falls das aber nicht der Fall sein sollte, müssen wir einen Plan-B in der Tasche haben", sagte Bürgermeister Heinz Paus am Freitag in einer Sporthalle auf dem Gelände der Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße vor britischen Militärs und Vertretern des Paderborner Rates und Verwaltung. Mit Mitgliedern des Hauptausschusses und Planungsexperten aus der Stadtverwaltung hatte sich Paus per Bus auf den Weg zu drei Kasernen im Stadtgebiet gemacht. Er sei den britischen Streitkräften sehr dankbar, dass sie es kurzfristig ermöglicht hätten, neben der Alanbrooke-Kaserne auch die Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus sowie die Barker-Kaserne an der Driburger Straße besuchen zu können. Quartiermeister Major Dave Wilson führte über das etwa 18 Hektar große Gelände der Kaserne an der Elsener Straße. Er informierte unter anderem darüber, dass elf Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Besichtigt wurden neben den Wohnunterkünften der Soldaten auch die Kantinen und Freiflächen. Die dichter bebaute Dempsey-Kaserne an der Neuhäuser Husarenstraße war die zweite Station. Quartiermeister Hauptmann Giles Powell zeigte den Gästen unter anderem die auf dem Gelände existierende Kirche, eine Sporthalle und die Unteroffiziersmesse. Major Dins Rudsale, Quartiermeister der Barker-Kaserne, stellte den Vertretern aus Rat und Verwaltung die Einrichtung an der Driburger Straße vor. Auf etwa 54 Hektar befinden sich dort fast 130 Gebäude, fünf Sportplätze, zwei Sporthallen und ein Kino. "Wir haben ein Gefühl dafür bekommen, was da ist und werden die Informationen festhalten und auswerten", so der Bürgermeister. Besonders bedankte er sich abschließend auch bei Gabriele Riechert, Abteilungsleiterin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben aus Dortmund, Nacy Heerde von der Liegenschaftsabteilung beim britischen Verbindungsstab und dem britischen Verbindungsoffizier Ian Grant, die ebenfalls Anteil daran hatten, dass die Stippvisite so schnell und unbürokratisch zustande kam.