Der Weg ist das Spiel
Ausstellung "KUNST-STÜCKE" im Forum für Kunst und Spiel
Noch bis zum 13. Februar des kommenden Jahres zeigt das Forum für Kunst und Spiel (FoKuS) im Kreuzgang der Städtischen Galerie Am Abdinghof eine Ausstellung. Darin sind Werke der Künstlerin und Illustratorin Rita Frind zu sehen. Diese Ausstellung ist wieder speziell für Familien und Kinder konzipiert. Begleitend dazu bietet FoKuS ein museumspädagogisches Programm für Kindergärten und Schulen an. Die Ausstellung unter dem Titel "KUNST-STÜCKE" ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Rita Frind, 1956 in Köln als Tochter einer jüdischen Mutter und eines katholischen Vaters geboren, lebt nach dem Abitur ein Jahr in Israel, lernt hebräisch und studiert dann in Köln Judaistik, Kunstgeschichte und Archäologie. 1983 siedelt sie um nach Hamburg, studiert dort an der Fachhochschule für Gestaltung Diplom-Design. Danach arbeitet sie überwiegend freiberuflich in verschiedenen Bereichen der Gestaltung: Grafik- und Textil-Design, Illustration, freie Malerei. 1994 erscheint das bekannte Kinderwerk „die Bibel“ mit 130 Illustrationen der Künstlerin im Patmos-Verlag. Seit 2003 lebt und arbeitet die Künstlerin in Fleckeby, Schleswig-Holstein, und widmet sich intensiv der Umwandlung von Verpackungen. Rita Frind tritt außerdem als improvisierende Performerin auf. Ihr Lebensmotto: Der Weg ist das Spiel. Statt nach Antworten zu suchen, schwelgt Rita Frind in der unerschöpflichen Fülle der Fragen. Sie ist überzeugt: Fragen führen uns zu uns selbst, begleiten uns auf unserem Weg, machen aufmerksam und regen an, helfen uns, das Leben in seiner Vielschichtigkeit zu erforschen. Fragen stellt Rita Frind auch den kleinen und großen Besuchern und Besucherinnen in der Paderborner Ausstellung. Die Ausstellung im Kreuzgang der Städtischen Galerie lädt zum Mitmachen ein. Weitere Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Originalvorlagen der Bibelillustrationen und die „Bilder mit Vorleben“. Für Rita Frind enthält die Bibel Fragen, Antworten und Anregungen für die wesentlichen Themen des Lebens, jenseits einer bestimmten Religionszugehörigkeit. Ausgehend von einer flächig-abstrakten Komposition entwickelt sich die Darstellung. Entstanden sind Collagen aus gerissenen Seidenpapieren, ergänzt mit Stiften und Stempeln. In den sich vielgestaltig überlagernden Farben und Papieren findet die inhaltliche Komplexität und Vielschichtigkeit der Themen ihre bildnerische Entsprechung. Bei den Malereien auf ehemaligen Faltschachteln, den „Bildern mit Vorleben“, fasziniert die Künstlerin die abstrakte, überraschende Form – vorgefunden und unverändert gelassen - der flachgelegten Verpackungen. Diese haben ihre Aufgabe, ihren Inhalt zu schützen und auf ihn aufmerksam zu machen, bereits erfüllt und werden meist achtlos weggeworfen. Rita Frind sieht in ihnen Gestalten und Geschichten und gibt ihnen durch die Bemalung mit Acryl- und Gouachefarben neuen Inhalt und Wert. Das museumspädagogische Programm für Kindergärten und Schulklasse (erste bis sechste Klasse) bietet eine Entdeckungsreise durch die Ausstellung. Anschließend können die Kinder ihre Eindrücke mit Pinsel und Stift festhalten und ein eigenes Bild gestalten. Infos und Anmeldung unter den Rufnummern 05251/881193 oder 05251/881247 Email: d.gornypaderbornde