Dem Leiden ein Bild gegeben

Depression ist Thema einer Ausstellung im Rathaus

© Stadt Paderborn

Dem Leiden depressiver Menschen ein Bild zu geben, das ist das Anliegen einer Ausstellung, die jetzt im Paderborner Rathaus zu sehen ist. Bis zum 15. November werden 30 Werke von Patientinnen und Patienten der LWL-Klinik Paderborn und der Medizinischen Akademie aus dem polnischen Bydgoszcz ausgestellt. Anlass für die Exposition ist das zehnjährige Bestehen der Klinikpartnerschaft zwischen den beiden Einrichtungen sowie das 20jährige Bestehen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit. Die Vielfalt der Werke sei beeindruckend, sagte Dr. Bernward Vieten, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Paderborn, der gemeinsam mit Aleksander Araszkiewicz, Leiter der Psychatrischen Klinik Bydgoszcz, und Wolfgang Walter, Beigeordneter der Stadt Paderborn, die Exposition eröffnete. Vieten dankte der Stadt Paderborn für die Möglichkeit, die Werke ausstellen zu können und er dankte insbesondere auch den Patientinnen und Patienten aus den beiden Städten dafür, dass sie ihre ganz persönlichen Werke als Wert, der überdauert, für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Solche Ausstellungen seien keinesfalls selbstverständlich, stellte Aleksander Araszkiewicz fest. Umso erfreulicher sei es, dass dies bereits zum zweiten Mal gelungen sei. Araszkiewicz las dann ein Grußwort von Konstanty Dombrowicz, Stadtpräsident von Bydgoszcz, vor. Darin beglückwünschte der Stadtpräsident beide Kliniken zu ihrem gemeinsamen Projekt. Seine Freude über die lebhafte Zusammenarbeit der beiden Kliniken drückte Wolfgang Walter aus. Diese Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zum Wohle der Patienten sei beeindruckend, so Walter, der der Ausstellung viele Besucher wünschte.