Wir sind alle Paderborner
Integrationsprozess "KOMM IN" fest verankert
„Der KOMM-IN Prozess ist ein wichtiger Weg zum Aufbau von neuen Strukturen und zur Schaffung von mehr Partizipation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“. Das stellte Martin Pantke, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn, fest. Bei der Eröffnung der Jahreskonferenz "Integration" lobte er das große Interesse und das Engagement aller Beteiligten. Das Integrationsbüro der Stadt Paderborn hatte die Konferenz, die nach einem Ratsbeschluss jährlich durchgeführt wird, nach fünf Jahren in der Friedrich-von-Spee Gesamtschule nun erstmalig in der Kulturwerkstatt durchgeführt. Mehr als 130 Teilnehmer waren dabei. Das von der Stadt Paderborn 2005 initiierte "KOMM-IN"-Projekt hat sich zu einem dauerhaften Prozess der kommunalen Integrationsarbeit entwickelt. Vor Vertretern aus Verwaltung, Politik, Wohlfahrtsverbänden, sozialen Diensten, Kindergärten, Schulen, Kirchen, Vereinen und Gruppen wurden die Ergebnisse der städtischen Integrationsarbeit vorgestellt. Aus den fünf aktuellen Handlungsfeldern Sprachförderung, kultureller Austausch, Ehrenamt und Migration, Wohnen und Altwerden in der Migration wurde in einem Gruppeninterview berichtet, das von der Radio Hochstift Moderatorin Steffi Schmitz geführt wurde. Aygül Saygili-Bilkay vom Kurdischen Kulturverein Paderborn e.V. informierte über die Motivation, den Verein im letzten Jahr zu gründen und machte die aktive Rolle der Vereinsmitglieder bei der Integrationsarbeit deutlich. Die gewünschte enge Verbindung zu Paderborn soll sich schon im Vereinslogo zeigen, das das Drei-Hasen-Fenster und die Farben des Landes Nordrhein-Westfalen zeigt. Mit einem Impulsreferat zum Thema „Chancen und Herausforderungen der kommunalen Integrationspolitik - interkulturelle Aspekte zur Partizipation von Migranten“ beleuchtete Bülent Arslan, Dipl.-Volkswirt und Geschäftsführer des imap-Instituts Düsseldorf, ein Thema, das in der politischen Öffentlichkeit gerade besonders diskutiert wird. Er machte dabei deutlich, welche Bedeutung Integration und Migration für die Zukunft der Gesellschaft haben wird und welche Faktoren dies begünstigen oder erschweren. Aufmerksam folgten die Zuhörer seinen Definitionen des Begriffes Integration, die deutlich machten, dass Einheimische und Zugewanderte häufig voneinander abweichende Vorstellungen darüber haben. In der Abschlussrunde dankte der Vorsitzende des Integrationsrates, Ayhan Demir, insbesondere den aktiven Mitgliedern der Arbeitsgruppen, ohne deren Einsatz der "KOMM-IN"-Prozess nicht diesen Erfolg hätte. Er zeigte sich sehr erfreut über die hohe Beteiligung an dieser Konferenz. Er sprach sich dafür aus, nicht ständig zwischen Einheimischen und Migranten zu trennen: „Wir sind alle Paderborner!“, brachte er es auf den Punkt. Die Veranstaltung endete mit einem internationalen Imbiss, den der Aramäische Kulturkreis vorbereitet hatte. Weitere Informationen im Internet unter der Adresse "www.paderborn.de/integration"